
Von Angela Baum Rottenburg. Die Mädchenrealschule St. Klara und Bosch unterzeichneten einen Kooperationsvertrag. Judith Resch, Ausbildungsleiterin bei Bosch in Reutlingen, betont, dass Partnerschaften zwischen Schulen und Betrieben vor allem eines bringen: Bessere Chancen für Jugendliche beim Übergang von der Schule in den Beruf.
Der Kooperationsvertrag wurde im Rahmen der IHK-Kampagne "Wirtschaft macht Schule" unterzeichnet. Auf dem Programm der künftigen Kooperation stehen Projekte zur Berufsvorbereitung der Mädchen in St. Klara. Ziel der Kooperation ist es, Schülerinnen der Mädchenrealschule St. Klara in der Berufsorientierung zu unterstützen und ihr Interesse für technische Berufe zu wecken, sagt Gerd Buck, der bei Bosch die Ausbildung koordiniert.
Interessierte Mädchen sammeln bei der Berufsorientierung erste praktische Erfahrungen im Betrieb und lernen technische Berufe in der Anwendung kennen. Zudem können die Schülerinnen an weiterführenden Projekten teilnehmen, um ihr Interesse zu vertiefen.
Schule und Betrieb werben gemeinsam für eine flexible Berufswahlentscheidung und informieren über berufliche Perspektiven für Frauen und Mädchen in technischen Berufen. Auch erhalten die Schülerinnen Infos über Bewerbungsverfahren und Auswahlkriterien.
Im Rahmen der Kooperation soll es etwa eine Inforunde mit Azubis bei Bosch geben, es werden Praktika angeboten oder eine Schülerakademie für Mädchen. Auch sollen Vertreter von Bosch bei Elternabenden dabei sein, es sind Betriebserkundungen geplant und eine Teilnahme am bundesweiten "Girl’s Day", bei dem Mädchen in technische oder in Männerberufe reinschnuppern können. Für Judith Resch ist die Bildungspartnerschaft vor allem ein "Geben und Nehmen von Wissen".
Schulleiter Peter Pflaum-Borsi betont, dass Schule den Bezug zur Praxis braucht. Der Bezug zur Berufswelt werde durch das Angebot fachlich begleitet.