Rottenburg-Ergenzingen - Abgestaubt wurden am Abend des Dreikönigstages die Blätzesbuaba, Lausbühlhexen, Stricker, Lerchenfänger der Narrenzunft.

Dies geschah mit dem Staubwedel, aber auch in wohlgereimten Versen von Zunftmeisterin Gabi Schall und Brauchtumsmeister Manuel Ranft. Gespannt war man, wem in diesem Jahr stellvertretend für alle die Leviten gelesen wurden.

Das Geheimnis wurde dann auch umgehend gelüftet. Margarete Ott, die schon über Jahrzehnte hinweg das Blätzlesbuahäs trägt, war die mehr oder minder Glückliche. Brauchtumsmeister Manuel Ranft warf der Närrin ihre Missetaten vor – unter anderem auch, dass sie durch feuchtfröhliches Verhalten und der daraus resultierenden ergebnislosen Lokussuche in der Partnergemeinde Gols einen Gingko-Baum am Wachsen gehindert habe. Mit einem Schnäpsle wurde ihr dann die närrische Absolution erteilt und das "Gretele" kann sich fortan wieder unbescholten der Fasnet widmen.

Ansonsten erinnerten die Ergenzinger Narren noch daran, dass der Blätzesbua in diesem Jahr 55 Jahre alt wird und präsentierten diesen sogar in einem goldenen Blätzleshäs.

Fleckahuper spielennärrische Klänge

Nach dem Abstauben von Masken und Häs ging es dann unter den Klängen der Fleckahuper in das von den Narren aufgebaute Zelt oder in die Lokale, in denen manch staubige Schwester und manch staubiger Bruder unter den Federwisch kamen.