Rottenburg/Rom - Der frühere Rottenburger Bischof Walter Kasper wird voraussichtlich den neuen Papst mitwählen dürfen. Kasper ist einer von sechs deutschen Kardinälen, die noch keine 80 Jahre alt sind - und somit im Konklave wahlberechtigt sind.

Der Dogmatik-Professor war von 1989 bis 1999 Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart, bevor er von Papst Johannes Paul II. als „Ökumene-Minister“ nach Rom berufen wurde. Auch der Bischof von Mainz, Karl Kardinal Lehmann, der in Sigmaringen geboren wurde, darf an der Wahlversammlung teilnehmen. Das sogenannte Konklave, dem insgesamt voraussichtlich 117 Kardinäle angehören werden, soll noch vor Ostern den Nachfolger von Benedikt XVI. wählen, der Ende Februar als Papst zurücktreten will.

Kasper feiert zwar am 5. März seinen 80. Geburtstag. Da das Konklave voraussichtlich in der zweiten März-Hälfte beginnt, ist Kasper dann schon 80 Jahre alt. Stichtag für die Wahlberichtigung ist nach Angaben der Deutschen Bischofskonferenz allerdings der Tag vor Beginn der Sedisvakanz, in diesem Fall also der 27. Februar - einen Tag vor dem geplanten Papst-Rücktritt.

Die weiteren wahlberechtigten Kardinäle aus Deutschland sind Paul Josef Kardinal Cordes (ehemaliger Präsident des Päpstlichen Rates Cor Unum), Reinhard Kardinal Marx (Erzbischof von München und Freising), Joachim Kardinal Meisner (Erzbischof von Köln) und Rainer Maria Kardinal Woelki (Erzbischof von Berlin).