Rosenfeld - Die Nachfrage nach Wohnraum in Rosenfeld ist groß, weiß Stadtkämmerer Ioannis Delakos. Bauplätze gebe es in der Kernstadt genug mit den Baugebieten Hag und Rosenfeld-West. Anders sieht es bei Wohnungen aus.

40 Plätze gibt es nach Delakos’ Angaben im Gebiet Rosenfeld-West, und dazu sind schon Anfragen eingegangen. Doch kennt auch Rosenfeld das Problem der Knappheit an Wohnungen. Schließlich bieten die ortsanssässigen Firmen insgesamt 2000 Arbeitsplätze.

In den Rosenfelder Stadtteilen gibt es unterschiedliche Entwicklungen: "Bickelsberg läuft gut mit seinem Baugebiet Brünnle", sagt Delakos. Langsamer voran geht es hingegen in Leidringen, das auch durch zahlreiche Leerstände bei großen Immobilien, ehemaligen Bauernhöfen, gekennzeichnet ist. Diese, so Delakos, genügten heutigen Standards nicht, so dass Käufer vieles renovieren müssten, etwa Bäder, Heizungen, Fenster und Wärmedämmung. Auch in Täbingen verläuft die Bautätigkeit schleppend.

Delakos hat beobachtet, dass oftmals in Wellen besonders viele Häuser errichtet werden: "Als wir damals in Heiligenzimmern gebaut haben, sind gleich sieben Häuser auf einmal hochgezogen worden."

Dass gerade in den Rosenfelder Stadtteilen etliche Häuser und Grundstücke nicht genutzt werden, erklärt sich Delakos einerseits mit der Angst vor Finanzkrise und Geldentwertung; andererseits hätten die – oft älteren – Eigentümer keinen Druck, verkaufen zu müssen, und wollten unbedingt am Besitz festhalten. "Sehr schleppend" ist die Nutzung der Leerstandsbörse, die die Stadt Rosenfeld im Internet eingerichtet hat. "Die Leute kommen erst zu uns, wenn es auf dem privaten Markt nicht klappt", weiß der Kämmerer zu berichten. Kein großes Problem ist nach seiner Meinung hingegen der Leerstand bei Geschäftsräumen, obwohl auch in Rosenfeld einige Ladenräume in zentraler Lage ungenutzt sind. Eine Schwierigkeit stellt seiner Meinung nach der Mangel an Parkplätzen in der Innenstadt dar, besonders entlang der Durchfahrtsstraße; der Parkplatz an der Bickelsberger Straße werde wohl nicht nur von Kurzparkern genutzt, vermutet Delakos.