Rosenfeld Wohnhaus wird Raub der Flammen

Schwarzwälder-Bote, 23.04.2012 15:00 Uhr

Rosenfeld. Mitten in Rosenfeld steht am späten Abend schwerer Rauch über einem Wohnhaus. Eine Gruppe Jugendlicher bemerkt kurz vor 22 Uhr das Feuer als erste: "Wir dachten erst, der Rauch komme aus dem Schornstein", berichtet ein Zeuge. Doch bald ihnen klar: "Da brennt es!", und sie alarmieren die Feuerwehr.

Bevor diese anrückt, versucht ein Bewohner des Hauses, den um sich greifenden Brand mit einem Handfeuerlöscher einzudämmen. Vergebens. Kurz darauf flüchtet eine Frau mit ihrem Säugling auf dem Arm aus dem Gebäude. Mittlerweile treiben dichte Rauchschwaden über der Rosenfelder Innenstadt.

Als die Feuerwehr eintrifft, werden zunächst Löschwasserversorgung und netzunabhängige Scheinwerfermasten aufgebaut. Dann wird aus Sicherheitsgründen Strom und Straßenbeleuchtung in der unmittelbaren Umgebung abgeschaltet. Die Löscharbeiten gestalten sich schwierig: Nur auf einer Seite des verputzten Fachwerkhauses lassen sich die Ziegel relativ unkompliziert vom Dach reißen, um an die darunter liegenden Brandherde zu gelangen. Auf der anderen verhindern das zum großen Teil die Paneele einer Photovoltaikanlage.

Zwar gehen die Feuerwehrleute konzentriert zu Werk – insgesamt acht Trupps von Atemschutzträgern sind zeitweilig im Gebäude im Einsatz. Doch erst nach fünf Stunden sind die Flammen besiegt, die letzten Glutnester werden nach Sonnenaufgang gelöscht.

Verletzt, das ist immerhin ein Trost, wird von den sieben Hausbewohnern keiner. Sie können noch in der Nacht kurz in ihre Wohnungen, um wichtige Dokumente zu sichern, ehe das DRK sie zu Verwandten bringt. Trotz des engagierten Einsatzes der Feuerwehr ist das Haus in der Bickelsberger Straße aber kaum noch zu retten: Es muss vermutlich abgerissen werden. Die genaue Brandursache war bei Redaktionsschluss noch unklar, jedoch gilt ein technischer Defekt als wahrscheinlich.

 
 
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