Rosenfeld Sternschnuppen-Regen lockt Neugierige nach Brittheim
Schwarzwälder-Bote, 12.08.2012 19:01 Uhr
In kleinen Gruppen können die Besucher auch die Dachplattform und das Teleskop anschauen. Foto: MayFoto: Schwarzwälder-Bote
Von Klaus May
Rosenfeld-Brittheim. Viele Besucher hat der Sternschnuppen-Regen der Perseiden in die Sternwarte Zollernalb gelockt. Zweimal konnte auch der Überflug der ISS und des Satelliten "Iridium Flare" beobachtet werden.
Bereits am Nachmittag hatte das Team der Sternwarte Kindern Rede und Antwort gestanden. Bei optimalen Wetterbedingungen führte Rolf Bitzer mit zwei Vorträgen in die Veranstaltung ein. Jedes Jahr zeigte sich das himmlische Spektakel, und bei klarer Sicht könnten auch viele andere Ereignisse am Himmel verfolgt werden, sagte er.
Seinen Namen hat der sommerliche Meteoritenschwarm vom Sternbild Perseus, aus dem die Meteoriten zu kommen scheinen. Die Wahrheit ist, dass die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne alljährlich zwischen Mitte Juli und Ende August eine Wolke winziger Teilchen durchkreuzt, die der Komet "Swift-Tuttle" auf seiner elliptischen Bahn um die Sonne zurückgelassen hat. Trifft die Erde auf die kosmische Staubspur dieses alle 130 Jahre wiederkehrenden Kometen, dringen die zum Teil nur stecknadelkopfgroßen Partikel mit rund 60 Kilometern pro Sekunde in die Atmosphäre ein und verglühen in einer Höhe von einigen 100 Kilometern.
Rund um die Sternwarte wurden zur besseren Beobachtung alle Lichter gelöscht. Dadurch konnte das Spektakel bestens verfolgt werden. Als Beobachter benötigte man nur einen Liegestuhl, und schon hatte man einen Logenplatz für das Schauspiel.
Sternschnuppen gehören zu den wenigen Himmelsereignissen, die sich ohne jedes Hilfsmittel beobachten lassen. Ferngläser oder gar Teleskope sind beim Aufspüren der sekundenschnell verglühenden Meteore hinderlich, denn mit solchen Instrumenten lassen sich die flinken Himmelskörper kaum einfangen.
Die Mitarbeiter der Sternwarte führten die Besucher zudem in kleineren Gruppen auf die Dachplattform und zeigten ihnen das Spiegelteleskop.
Um die Ereignisse am Nachthimmel festzuhalten, wurden mehrere Kameras installiert. Die ISS und der Satellit "Iridium Flare" begeisterten die Beobachter.
Die meisten Sternschnuppen gingen allerdings gegen 18 Uhr nieder. Wegen des Tageslichts waren sie allerdings nicht zu sehen.



