Von Klaus May

Rosenfeld. Zufrieden haben sich die Gemeinderäte mit dem Ergebnis der Abrechnung vom Waldhaushalt für das Jahr 2012 gezeigt. Mit 350 000 Euro Überschuss darf die Stadt rechnen.

Gemeinderäte, Ortsvorsteher, Ortschaftsräte aus Täbingen und viele Gäste nahmen an der regelmäßig im Advent stattfindenden Waldbegehung mit anschließender Waldhaushaltssitzung teil. Seitens des Forstes waren der Dienststellenleiter Michael Kauffmann und die Revierförster Rolf Benzing und Stephan Kneer zum Waldbegang gekommen.

Im Distrikt "Eichwald" auf der Gemarkung Täbingen stand die Verkehrssicherheit am Waldesrand und somit für den Straßenverkehr im Mittelpunkt und auch die Situation direkt im Wald. Michael Kauffmann schilderte diese schwierige Thematik und ging auch auf die Rechtsprechung ein.

Ein Novum war der Besuch auf der Gemarkung Neukirch im Landkreis Rottweil mit dem städtischen Wald "Vaihinger". Täbingens Ortsvorsteger Erhard Sautter zitierte aus dem Täbinger Heimatbuch, in dem notiert ist, dass die Gemeinde Täbingen 1863 diesen Wald von Zimmern unter der Burg für 2700 Gulden erworben hatte.

Mit Astung der Bäume wird versucht, in diesem Waldgebiet hochwertiges Tannenholz in der Zielstärke von 50 bis 80 Zentimeter zu erzielen. Ebenfalls wird in dieser Exklave die Pflanzung von Jungbeständen vorangetrieben, und Thema war auch die schwierige Erschließung mit Maschinenwegen in diesem Feuchtgebiet.

Sehr zufrieden waren die Gemeinderäte mit dem in Bälde abgeschlossenen Waldhaushaltsjahr 2012. Etwas zurückhaltender sieht die Planung für 2013 aus. Der geplante Holzeinschlag wird laut Forsteinrichtung von 8350 auf 7700 Festmeter reduziert, wobei die Nutzung voraussichtlich 7950 Festmeter betragen wird. Bei 493 500 Euro Einnahmen und bei geplanten 348 500 Euro Ausgaben wird mit einem Überschuss mit 145000 Euro gerechnet. Der Bau von neuen Maschinenwegen ist für 2013 nicht vorgesehen.

Der Holzverkauf von Privatholz aus dem Stadtwald werde wieder im Listenverfahren erfolgen, erklärte Bürgermeister Thomas Miller. Die in Heiligenzimmern versuchsweise angewendete Versteigerung werde nicht mehr weiter betrieben, damit in der Stadt einheitlich verfahren werde. Privatholz aus Staatswald wird aber weiterhin versteigert. Nur 50 Prozent der Anmeldungen für Privatholz, sagte Forstrevierleiter Rolf Benzing, könnten in seinem Revier befriedigt werden.

Zum letzten Mal beschäftigten sich die Rosenfelder Gemeinderäte mit dem Zahlenwerk von Forstamts-Büroleiter Rudolf Hugger. Der ehemalige Gemeinderat ist zum 1. Dezember in Pension gegangen. Bürgermeister Miller bedankte sich mit Lobesworten und einem Geschenk.