Rosenfeld Stadt Rosenfeld war besser als das Land

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Ein Mädchen wirft einen Wahlzettel in die Wahlurne für die Kommunalwahl. Am Rosenfelder Progymnasium findet im Vorfeld des Wahlsonntags eine Juniorwahl statt. Auch die Europawahl beschäftigt die Schüler. Foto: Sauer Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Lorenz Hertle

Rosenfeld. Das Interesse der Bürger an Wahlen lässt, über die Jahre betrachtet, immer mehr nach. Besonders auffällig ist dies bei den Europa- und Kommunalwahlen mit relativ geringer Beteiligung. Rosenfeld liegt etwas über diesem Trend. Nach den Daten des Statistischen Landesamts sind 2009 rund 52 Prozent der Berechtigten zur Europawahl gegangen, und 50,7 Prozent haben sich an den Kommunalwahlen beteiligt.

In Rosenfeld betrug die Wahlbeteiligung für die Europawahl 54,6 Prozent und für die Kreistags-, Gemeinderats- und Ortschaftsratswahlen 55,5 Prozent. Zum Vergleich: Die Beteiligung an den Bundestagswahlen betrug 2013 rund 70 Prozent, landesweit 74 Prozent. Die Statistiker machen generell ein geringes Interesse jüngerer Menschen an den Kommunal- und Europawahlen aus, während ältere Menschen nach ihren Erkenntnissen häufiger zur Wahl gehen.

Erstmals sind bei der Kreistags-, Gemeinderats- und Ortschaftsratswahl auch Jugendliche zugelassen. Sie dürfen ab 16 Jahren ihre Stimmen abgeben, doch das passive Wahlrecht gilt erst ab 18 Jahren: Dann können sie für einen Sitz in den örtlichen Gremien kandidieren. Bei der Europawahl darf erst ab 18 Jahren abgestimmt werden.

Für Rosenfeld verzeichnet die amtliche Statistik 105 Wahlberechtigte mit 16 und 17 Jahren bei rund 5000 Wahlberechtigten insgesamt für die Kommunalwahlen.

Die Wahlen, ob in Europa oder auf kommunaler Ebene, seien im Progymnasium sehr wohl ein Thema, versichert Rektor Volker Seibel.

Die Schüler beschäftigen sich im Gemeinschaftskundeunterricht mit dem Thema und den Materialien, welche die Landeszentrale für politische Bildung zur Verfügung stellt. Das Interesse an Politik im Allgemeinen und den Wahlen im Besonderen sei bei etlichen Schülern durchaus stark, so Seibel, wenngleich manche naturgemäß in diesem Alter "mit anderen Dingen beschäftigt" seien.

Großes Interesse hat schon bei der Bundestagswahl die "Juniorwahl" am Progymnasium geweckt: Die Wahlsituation wird "eins zu eins" nachgespielt – komplett mit Stimmzetteln, Wahlkabine, Wahlurnen und Auszählung. So etwas wird es wieder für die Europawahl geben.

Im Übrigen fühlt sich das Progymnasium laut Seibel ohnehin Europa stark verbunden: Heute werden Austauschschüler aus der französischen Partnerstadt Moissy-Cramayel in Rosenfeld erwartet, nächste Woche dann Schüler aus Barakaldo im spanischen Baskenland.

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