
Rosenfeld-Täbingen (sto). Derzeit haben Schlagzeilen wie "Senioren erobern das Netz" oder "Der virtuelle Fortschritt macht auch vor der älteren Generation nicht Halt" noch etwas Spektakuläres. Tatsache ist, dass bei den "reiferen Jahrgängen" die Nutzung des Internets geringer ist als bei Jüngeren – allerdings mit dem deutlichen Trend zur Besserung. Künftig wohl auch in Rosenfeld.
Twitter, Facebook oder Skype sind Begriffe, die viele jüngere Menschen für selbstverständlich halten, von den älteren Generationen hingegen oft für Wörter aus einer anderen Welt wahrgenommen werden. "Die Anforderungen wachsen schnell, deswegen wollen wir vor allem, aber nicht nur, Senioren ans Internet heranführen", sagte Bürgermeister Thomas Miller in der Gemeinderatssitzung.
"Wir", das sind Manfred Benkendorf, Alfred Gambach und Werner Hempel. Das Trio kam auf die Idee, unter dem Leitspruch "Internet goes Ländle" die Initiative PC- und Online-Treff Kleiner Heuberg zu gründen und die Gruppe als Moderatoren zu begleiten. "Unter seinesgleichen lernt es sich einfach besser", ist sich Benkendorf sicher. Jüngere Leute, etwa Enkel, würden beim Erklären schnell einmal die Geduld verlieren.
Der Treff arbeitet laut Benkendorf mit der Volkshochschule Balingen zusammen, die auch Computer und bei Bedarf zusätzliche EDV-Dozenten stellen würde. Das wären übrigens die einzigen Kosten, die anfallen würden, aber noch nicht festgelegt seien. Benkendorf spricht von einer "geringen Gebühr". Die Volksbank Rosenfeld stellt die Räumlichkeit zur Verfügung.
Eine Informationsveranstaltung gibt es für alle Interessierten am Dienstag, 3. Mai, ab 10 Uhr im Veranstaltungsraum der Volksbank Rosenfeld. Dann wird Benkendorf nochmals erzählen, wozu die Technik genutzt werden kann. Ob E-Mail, medizinische Informationen, Fahrpläne, Nachrichten oder eben das Programm Skype: Eine Software, die Internettelefonie mit Bild möglich macht und "man beispielsweise feststellen kann, wie die neue Frau aussieht", scherzte er.