
Von Tobias Lupfer Rosenfeld. Statistisch gesehen geht es mit Rosenfeld bergab – allerdings freilich nur, was die Einwohnerzahl in der Gesamtstadt angeht: Die Statistik des vergangenen Jahres bietet einige Besonderheiten, etwa eine "Last-Minute-Hochzeit". Vielleicht nicht in letzter Sekunde, zumindest aber am letzten Tag des Jahres wurde diese geschlossen: 2011 habe man mit 17 Eheschließungen immerhin den Tiefstwert der vergangenen zehn Jahre knapp übertroffen, resümiert Bürgermeister Thomas Miller. "Wir haben deshalb am 31. Dezember extra noch eine Trauung gemacht", ergänzt der Rathauschef augenzwinkernd.
Zum Vergleich: 2008 waren es nur 16 Trauungen, den Höchstwert verzeichnete die Stadt im Zehn-Jahres-Vergleich 2002 mit 40 Trauungen.
Was die Einwohnerzahlen in der Gesamtstadt angeht, zeigt der Pfeil dennoch nach unten: Zum 31. Dezember 2011 waren 6476 Einwohner erfasst. Der Zehn-Jahres-Vergleich startet 2001 bei 6494 Einwohnern, 2004 erreicht er den Höchstwert von 6620 Einwohnern. Seit 2007 (6603 Einwohner) weist die Statistik stetig nach unten – auch wenn sich die Entwicklung aktuell verlangsamt. So liegt der Wert 2011 nur fünf Einwohner unter der Bilanz für 2010.
Im Vergleich der Stadtteile gibt es allerdings auch einige "Ausreißer", die sich gegen den Trend stellen. Die Kernstadt Rosenfeld wuchs mit 2550 Einwohnern im Vergleich zum Vorjahr um drei Bürger und führt weiterhin mit deutlichem Vorsprung die "Hitliste" im Größenvergleich der Stadtteile an. Es folgen Leidringen (924 Einwohner), Heiligenzimmern (895), Isingen (608), Bickelsberg (557), Täbingen (528) und als kleinster Stadtteil Brittheim (414).
Zu den Gewinnern zählen Brittheim und Leidringen, die beide Ende 2011 jeweils acht Einwohner mehr hatten als im Vorjahr. Täbingen hat den Vorjahreswert exakt gehalten. "Das gab es glaube ich noch nie", resümiert Miller verwundert.
Zu den Verlierern zählen Isingen mit 16 Einwohnern weniger als im Vorjahr, Heiligenzimmern mit einem Minus von vier und Bickelsberg mit einem Minus von drei Einwohnern.
Alles in allem gibt es in der Gesamtstadt Rosenfeld einen minimalen Frauenüberschuss: Von den 6476 Einwohnern sind 3237 Männer, 3239 Frauen. 51 Geburten (Vorjahr 45) stehen 56 Sterbefälle (Vorjahr 55) gegenüber. "Bei den Sterbefällen macht sich bei uns auch das Pflegewohnheim bemerkbar", resümiert Miller.
Deutlich rückläufig sei die Statistik im Baubereich, bilanziert das Stadtoberhaupt: Insgesamt 49 Verfahren wurden im Jahr 2011 bearbeitet, im Vorjahr waren es 51 – zum Vergleich: 2009 wurden noch 74 Bauverfahren registriert. Der Trend sei identisch mit dem in anderen Kommunen, weiß Miller. Möglicherweise wird sich diese Kurve wieder nach oben drehen – abhängig von den Plänen der "Last-Minute-Hochzeitspaare".