Rosenfeld Fußball verbunden mit Evangelium

Schwarzwälder-Bote, 06.07.2012 23:04 Uhr

Von Lorenz Hertle

Rosenfeld-Brittheim. Heimweh hat Benjamin Rau selten gehabt während seines einjährigen Aufenthalts am anderen Ende der Welt: Der junge Brittheimer hat in West-Papua bei einem deutschen Missionar als Lehrerassistent gearbeitet und eine Frauenfußballmannschaft trainiert.

Schon vor dem Abitur am Gymnasium Balingen 2011 war für den überzeugten Christen Benjamin Rau klar, dass er für eine christliche Organisation im Ausland arbeiten wollte. Da er Lehrer werden wollte, strebte er eine Tätigkeit in diesem Bereich an. Er bewarb sich bei der Organisation "Co-Workers International" mit Sitz in Stuttgart, absolvierte ein Vorstellungsgespräch, bei dem er ausführlich nach seinen Stärken und Schwächen befragt wurde, sowie zwei Vorbereitungsseminare, bevor er schließlich ausgewählt wurde, bei der Familie des deutschen Pfarrers Rainer Scheunemann einen seiner Söhne zu unterrichten. Zuvor organisierte er Spenden, um Kosten für Reise und Visum zu decken. Die Familie bekam deutschsprachiges Unterrichtsmaterial nach Abe­pura in West-Papua zugeschickt, und Benjamin Rau kümmerte sich um Ben Scheunemann und gab ihm Nachhilfe in Französisch. Erfolg der Plackerei: Seine Noten verbesserten sich stark; am Schluss waren es Einser und Zweier. An sich war der Junge schon auf dem Niveau der siebten Klasse: "Doch dann haben wir einen ungeöffneten Packen mit Heften für Klasse sechs gefunden und mussten diese durcharbeiten. Das gab dann Extraschichten."

Zweiter Auftrag: Der passionierte Fußballer Rau sollte ein Mädchenteam mit trainieren, dessen Manager Scheunemann war; seine Frau Heidi leitete das Training.

Nach 14 Stunden Flug von Frankfurt nach Singapur, danach in die indonesische Hauptstadt Jakarta und in die zu Indonesien gehörende Region West-Papua ging Benjamin Rau gleich am nächsten Tag zum Training. Er war auch zuständig für das Aufpumpen der Bälle und das Bereitlegen der Trikots.

Manchmal spielte er selbst mit – das kam nach seinen Beobachtungen gut an.

Sechs Wochen lang trainierte er zusätzlich eine Mannschaft aus Jugendlichen. Er nutzte das Training, um zugleich die Botschaft des Evangeliums zu übermitteln. In West-Papua gibt es eine große Zahl von Christen. Benjamin Rau nahm auch an einem Trainerseminar der christlichen Organisation "Ambassadors In Sport" teil, die Fußballtraining mit der christlichen Botschaft verbindet – "ein Höhepunkt meines Aufenthalts".

Der Brittheimer lernte auch andere Teile Indonesiens kennen, so die Insel Java und das Hochland des an Rohstoffen reichen West-Papua, wo es noch Stämme gibt, die fast keinen Kontakt zur Zivilisation haben. Auf der anderen Seite bekam er auch etwas mit von den Unruhen und Aufständen.

Was bleibt ihm? Vor allem Beziehungen zu Menschen, die er dort kennen lernte, und Erfahrungen mit völlig anderen Kulturen. Nach dem Studium der Philosophie und Religionswissenschaft möchte er gerne wieder in dieser Ecke der Welt arbeiten.

Weitere Informationen: www.gottes-liebe-weltweit. de

 
 
Kommentare (1)
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JUL
07
Benjamin Rau, 13:40 Uhr

Dr.(phil.) Dr.(med.) Dr.(jur.) Prof. (phil.) Prof.(med.) Prof.(jur.)

Hallo Herr Hertle, schöner Artikel, vielen Dank!! Nur: Im Hochland war ich nie, auch wenn ich einiges darüber erzählt hab :D:D Gruß und schönes und gesegnetes Wochenende Benjamin