Von Daniela Schweikardt

Rohrdorf. Als der Haushaltsplan für das Jahr 2011 für die Gemeinde Rohrdorf aufgestellt werden musste, war die Stimmung getrübt und angesichts der wirtschaftlichen Prognosen plante die Verwaltung zurückhaltend. Jetzt, beim Jahresabschluss für das zurückliegende Jahr zeigte sich, dass es glücklicherweise nicht so schlimm wie befürchtet gekommen ist.

"Im Planentwurf konnte die Gemeinde Rohrdorf bedauerlicherweise keine positive Zuführungsrate ausweisen", erklärte Margit Franz als zuständige Verwaltungsmitarbeiterin den Gemeinderäten. Das jetzt festgestellte Jahresergebnis liegt erfreulicherweise über den Erwartungen, so konnte nun eine positive Zuführung vom Verwaltungshaushalt an den Vermögenshaushalt in Höhe von rund 62 000 Euro gebucht werden. Insgesamt liegt das Volumen der Jahresrechnung bei rund 3,7 Millionen Euro und damit leicht unter dem Haushaltsplanansatz (3,8). Im Vergleich mit dem Haushaltsplan lag der Verwaltungshaushalt mit rund 162 000 Euro im Plus, deshalb konnten die rund 62 000 Euro als freie Mittel dem Vermögenshaushalt zugeführt werden.

Im Vermögensbereich selbst wurde weniger als geplant ausgegeben (Minus 229 000 Euro) und so genügten zum Ausgleich des Gesamthaushaltes anstatt der geplanten Rücklagenentnahme von über einer halben Million Euro lediglich gut 340 000 Euro. Danach, so Franz, sind immer noch gut 1,5 Million Euro in der allgemeinen Rücklage zur Sicherung und Finanzierung weiter notwendiger Investitionen vorhanden.

Neue Kredite hat die Gemeinde Rohrdorf im Jahr 2011 nicht aufgenommen, stattdessen die bestehenden Verbindlichkeiten weiter getilgt, so dass Stand 31. Dezember 2011 in Rohrdorf die sehr geringe Pro-Kopf-Verschuldung von rund 53 Euro pro Einwohner besteht.

Einstimmig stellten die Gemeinderäte die vorgelegte Haushaltsrechnung für das Jahr 2011 fest. Haushaltsausgabereste wurden mit insgesamt 766 500 Euro festgestellt. "Die Finanzlage der Gemeinde Rohrdorf ist damit – bei einem hohen Stand der Aufgabenerfüllung – auch weiterhin solide und geordnet", waren sich Bürgermeister Joachim Flik und die Gemeinderäte einig und zollten Margit Franz Dank für die gute Arbeit.

Ebenfalls einstimmig stellte der Gemeinderat Rohrdorf den Jahresabschluss 2011 für den Betrieb gewerblicher Art "Wasserversorgung" fest. Die Bilanzsumme wird mit knapp 1,5 Millionen Euro festgestellt, der Jahresverlust von rund 53 000 Euro wird auf das neue Rechnungsjahr übertragen.