
Von Daniela Schweikardt
Rohrdorf. Es sind überschaubare und nachvollziehbare Zahlen, die den Haushalt der rund 2 000 Einwohner zählenden Gemeinde Rohrdorf ausmachen: Das Gesamtvolumen 2012 beläuft sich auf 3 854 921 Euro.
83 Prozent davon entfallen auf den Verwaltungshaushalt, wie Margit Franz den Gemeinderäten erläuterte. Sie hatte die wesentlichen Vorarbeiten bei der Erstellung des Haushaltsplans geleistet. Detailliert stellte die Verwaltungsmitarbeiterin den wichtigsten Abschnitt vor, der die wesentlichen Steuern, Zuweisungen und Umlagen enthält.
Angesichts der unveränderten Realsteuerhebesätze bleiben die Einnahmen aus Grundsteuer A und B gegenüber den Vorjahren unverändert bei 2 355 Euro beziehungsweise 168 970 Euro. Auch die Hundesteuereinnahmen bleiben mit 7 700 Euro gleich, Gewerbesteuereinnahmen sind mit 150 000 Euro veranschlagt. Die größten Einnahmepositionen – der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer und die Schlüsselzuweisungen sind gestiegen und belaufen sich auf 801 705 Euro und 552 752 Euro.
Zusammen mit dem Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer und den Ausgleichsleistungen nach dem Familienleistungsausgleich belaufen sich die Gesamteinnahmen auf 1 795 022 Euro. Trotz höherem Kreisumlagesatz ist die Gesamtsumme der Umlagen leicht gesunken und summiert sich auf 904 970 Euro, das resultiert aus der reduzierten Steuerkraftsumme. Gemeinsam mit den weiteren Einnahmen und Ausgaben aus den anderen Abschnitten des Verwaltungshaushalts – die im Wesentlichen vom Vorjahr fortgeschrieben werden – beläuft sich das Gesamtvolumen auf 3 201 785 Euro, eine kleine Zuführungsrate an den Vermögenshaushalt in Höhe von 92 720 Euro inklusive. Im Vermögenshaushalt sind 653 136 Euro ausgewiesen.
Wie in der Vergangenheit ist die Gemeinde bemüht, den Stand der Schulden noch mehr zu reduzieren, so sind auch 2012 keine Kreditaufnahmen vorgesehen. Finanziert werden die Investitionsmaßnahmen hauptsächlich durch eine Rücklagenentnahme und Erlösen aus Grundstücksverkäufen. Dementsprechend stehen auch keine riesige Baumaßnahmen an: An der Grundschule soll das Flachdach erneuert und in weiteren zwei Klassenzimmern der Schallschutz verbessert werden. Auf dem Spiel- und Sportgelände Niedenbach wird mit der Anlegung eines Ballspielfeldes begonnen. Die Sanierung des Tuchmacherstegs und Abschluss der Oberflächenwasser-Ableitung Harlach-Berg stehen ebenso auf dem Plan wie die Wasserleitung Uferstraße. Für die Sanierung der Außenfassade Walddorfer Straße 3 und die Verglasung der Aussegnungshalle sind weitere Mittel eingestellt.
Mit einem Ausblick auf die kommende Jahre schloss Bürgermeister Joachim Flik die Vorstellung des Haushaltsplanentwurfs 2012, dem der Gemeinderat einstimmig zugestimmt hat.
Schwerpunkte in der weitergehenden Investitionsplanung werden sicherlich das Ortsmitte-Gebäude und das Feuerwehr-Magazin einschließlich Ortskernentwicklung sein, weitere Wasserleitungen stehen zur Erneuerung an und auch die Friedhofsgestaltung bleibt ein Thema.