Reiten Michael Jung hat keine Zeit für Winterpause

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Volle Konzentration bei Michael Jung auf dem Rücken von fischerChelsea. Foto: Kara

Die Vielseitigkeitssaison für Michael Jung war einmalig: Auf den Grand Slam-Sieg inklusive des ersten deutschen Erfolgs beim Turnier in Badminton überhaupt und dem folgenden Olympia-Gold im Einzel ist für ihn in dieser Disziplin erstmal Ruhe angesagt. Doch Stillstand im Stall Jung? Lange nicht.

Denn der Altheimer Ausnahmereiter wäre nicht er selber, würde er die vergleichsweise knapp bemessene Zeit ohne Gelände und Dressur nicht nutzen, um sich in seiner Kaderschmiede den jüngeren Pferden zuzuwenden. Zwei Springturniere stehen dabei noch auf dem Plan. Gleich vom 8. bis einschließlich 11. Dezember sattelt Jung für das Hallenchampionat in Salzburg. Es wird dort seine insgesamt vierte Teilnahme sein.

"Salzburg bietet ein sehr gutes, vielfältiges Komplettpaket", sagt Joachim Jung, Vater und Trainer von Michael Jung. Gleich mit vier Pferden werde man vertreten sein: "Im Springen für das Viersterne-Turnier in der großen Halle wird Michael mit fischerChelsea an den Start gehen, für die Zweisternespringprüfungen in der kleineren Halle planen wir mit fischerDaily Impressed und Daniels Jack S. Das Indoorturnier wird er samstags mit Lennox bestreiten."

Genau eine Woche später, vom 15. bis 18. Dezember, öffnet die Frankfurter Festhalle in der Vorweihnachtszeit ihre Tore und lädt zum internationalen Reitturnier. Bekanntlich treffen sich Tradition und Emotion, wenn die Weltelite im Parcours ihr Können beweist. Jung wird dann auf Daniels Jack S verzichten, dafür springt Sportsman S in die Bresche, auch Lennox bleibt zu Hause.

Vorderhand geht es laut Joachim Jung vor allem darum, die jüngeren respektive jüngsten Pferde "an den Turnierrhythmus, die ganze Atmosphäre zu gewöhnen. Das ganze steigert sich dann mit zunehmendem Alter". Am meisten Routine dürfte dabei der achtjährige Wallach fischerChelsea mitbringen. Unter anderem gewann Jung mit ihm Mitte Oktober den Großen Preis von Bisingen.

Zunehmend an Erfahrung weise aber auch Lennox auf. Der – ebenfalls bereits achtjährige – Hannoveraner soll laut Jung schon nächstes Jahr erste Prüfungen gehen. Der Buschreiter beschreibt ihn so: "Lennox ist ein sehr talentiertes Pferd, der mit seiner Größe noch etwas wackelig in der Dressur ist, aber sehr tolle Bewegungen hat. Er hat einen tollen Galopp im Gelände und gibt einem ein super Gefühl."

Nicht zuletzt rückt zur Freude der Jungs auch wieder Star Connection in den Fokus. Der achtjährige Hannoveraner hatte sich Mitte 2015 ohne Fremdeinwirkung verletzt, "wir wissen nicht, was vorgefallen war, er hatte sich auf der Weide vertreten und ein Bein gebrochen. Nach einer Saison Pause, die ihn natürlich zurückgeworfen hat, kann er ab nächstem Jahr aber wieder vermehrt eingesetzt werden", sagt Joachim Jung.

Auch sein Sohn dürfte voller Vorfreude sein. Er gönnt sich allenfalls ein paar ruhige Tage über Weihnachten, dann geht es wieder in die Vollen – im Februar mit dem Springen in Offenburg, ab März mit dem Saisonauftakt in der Vielseitigkeit in Fontainebleau.

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