
Der erste große Auftritt seit dem Abgang freilich fiel weniger glamourös aus. Gestern begann in Queens der Prozess gegen den rebellischen Flugbegleiter, der sich von undisziplinierten Fluggästen offenbar nicht länger auf den Nerven herumtrampeln lassen wollte. Sein Arbeitgeber, aber auch die Justiz fanden die Aktion, ohne Not die Notrutsche zu betätigen, weniger lustig als die Abertausend Fans, die Slater in Internet-Foren und virtuellen Netzwerken als Helden und Vorbild aller grummelnden Beschäftigten feiern.
Groben Unfug, rücksichtsloses Verhalten und kriminelle Gefährdung hält die Anklage dem 38-Jährigen vor, der sich erst nach seiner Ehe mit einer aparten Blondine zu seiner Homosexualität bekannte. Die schwere Notrutsche, die sich sekundenschnell aufbläst, hätte am Boden auch jemanden erschlagen können. Summiert man alle Anklagepunkte, ergibt sich ein Strafmaß von bis zu sieben Jahren Gefängnis. Dass Slater sie tatsächlich absitzen muss, gilt angesichts seiner Popularität als eher unwahrscheinlich.
Flucht hat eine Stange Geld gekostet
Mit dem Fliegen freilich hat Slater nach 20 Jahren Bordservice über den Wolken wohl inzwischen dauerhaft abgeschlossen. Bei JetBlue hat er vor ein paar Tagen aus eigenem Antrieb gekündigt. Sein Arbeitgeber hätte ihn trotz Slaters Lobby im Internet wohl auch kaum mehr fliegen lassen.
Die spektakuläre Flucht aus der Kabine hatte den Flugplan am New Yorker Kennedy-Flughafen mächtig durcheinandergewirbelt und die JetBlue-Maschine wegen der ausgefahrenen Rutsche für Stunden außer Betrieb gesetzt. Das hat die Fluggesellschaft eine Stange Geld gekostet. Gut möglich, dass sie die Dollar von Slater zurückfordern will. Im Interesse seines Klienten ist Agent Bragman gut beraten, die Honorare weiter kräftig in die Höhe zu treiben.
Viele Promis geben bei den 65. Internationalen Filmfestspielen eine gute Figur ab - hier die Fotos.
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