Von Roland Beiter Rangendingen. Die Bäckerei-Konditorei Gulde gibt in Rangendingen ihr Geschäft in der Haigerlocher Straße 19 auf und zieht in die Räume der ehemaligen Schleckerfiliale. Dort will das Unternehmen ein Café eröffnen.Der Nutzungsänderung stimmte der Rangendinger Gemeinderat in seiner Sitzung am Montag zu. Die Hülle des Hauses wird laut Bauplan nur unwesentlich verändert. Lediglich eine Rampe wird bis zum Haupteingang um das Haus geführt. Der Hauptteil des Umbaus erfolge im Innenbereich, erläuterte Bürgermeister Johann Widmaier. Er berichtete, dass es Diskussionen in der Bevölkerung über die Notwendigkeit eines zusätzlichen Cafés in der Ortsmitte gegeben habe. Grundsätzlich sei man seitens der Verwaltung zwar froh über jede neue Geschäftsidee für das Ortszentrum. Er machte aber keinen Hehl daraus, dass sich das Rathaus auch andere Geschäfte hätte vorstellen können, die mehr zur Verbesserung der Grundversorgung in der Ortsmitte hätten beitragen können als ein Café.

So seien auch andere Formen einer Nachnutzung für die Räume im Gespräch gewesen, die sich allerdings zerschlagen hätten. Eine ehemalige Schlecker-Mitarbeiterin habe vor mehreren Wochen im Rathaus ihre Absicht bekundet, im ehemaligen Drogeriegeschäft einen Dorfladen einrichten zu wollen. Er habe, so der Bürgermeister, daraufhin bereits Kontakt mit dem Landratsamt aufgenommen, um die Möglichkeiten einer Förderung aus dem Programm "Entwicklung Ländlicher Raum" auszuloten. Doch leider sei es seitens der Schlecker-Verkäuferin bei dieser einmaligen Kontaktaufnahme geblieben, sagte Widmaier.

Im Übrigen obliege es der Verwaltung und dem Gemeinderat nur, eine baurechtliche Beurteilung für das Vorhaben abzugeben, stellte Widmaier klar. Ein Mitspracherecht gebe er für die Gemeinde in diesem Fall nicht. Von einigen Räten wurde angemerkt, dass mit dem Gulde-Umzug kein Leerstand beseitigt werde. Durch den Umzug entstehe nur wenige Gebäude weiter praktisch im Tausch ein kleinerer Leerstand, wie es entlang der Haigerlocher Straße bereites mehrere gebe.