
Von Roland Beiter
Rangendingen. Was ist los vor meiner Tür? – beim Projekt mit diesem Titel sollen Kinder und Jugendliche aus Rangendingen ihren Wohnort besser kennen lernen. Am Dienstag fiel der Startschuss.
Das neue Angebot ist Teil des Generationen-Projekts im Mehrgenerationenhaus Rangendingen. In der Aula der Joachim-Schäfer-Schule herrschte beim Projektauftakt reges Leben. Grundschüler, Neuntklässler und Senioren hatten sich zusammengesetzt. Auf einer Leinwand flimmerten die historischen Kleinbildfilme aus dem vorigen Jahrhundert von Andreas Schilling über die Getreideernte und die frühere Backküche in Rangendingen. Was für die Senioren ein emotionaler Ausflug in die eigene Vergangenheit bedeutete, war für die Jugendlichen wie eine kleine Zeitreise. Schilling und die anderen Senioren konnten ihnen erzählen, was in den Filmen zu sehen ist.
Das passte ganz gut zum Thema. Von den Alten lernen, was Rangendingen an kulturellen, historischen, technischen und naturwissenschaftlichen Hintergründen zu bieten hat – so lautet die Zielsetzung des Projekts, das von Nadine Mesam vom Diasporahaus Bietenhausen ausgearbeitet wurde. Umgesetzt wird es im Jugendbüro Rangendingen in verschiedenen Aktionen und Exkursionen über das gesamte Jahr hinweg – auch bei den Ferienspielen. Kennen lernen sollen die Kinder die wichtigsten Gebäude und Kleindenkmäler des Orts, den Wald und die Natur und auch die Traditionen des Jahreslaufs. Der Heimatverein unterstützt Nadine Mesam bei den historischen Themen. Angeschafft werden Experimentierkästen und Wissensspiele.
Gefördert wird das Projekt mit einem Zuschuss mit einem 2500 Euro-Scheck aus der Jubiläumsspendenaktion der Sparkasse Zollernalb. Michael Hahn, Leiter der Region Hohenzollern, übergab den Scheck gemeinsam mit Sandra Strähler vom Projektteam der Sparkasse an Initiatorin Nadine Mesam. Beide waren überrascht, wie viele Generationen in der Aula zusammengekommen waren. "Ihr Projekt ist eine tolle Idee, von der wir sofort überzeugt waren", sagte Hahn.