Rangendingen. Allen Erfolgen und Angeboten zum Trotz: Der Sportverein Rangendingen kann keinen Vorsitzenden finden. Deshalb wurde die Hauptversammlung verschoben. Woran es liegt und wie es weiter geht, darüber sprachen wir mit Johann Widmaier. Der Bürgermeister sprang vorübergehend in die Bresche und leitet den größten Verein in der Gemeinde jetzt seit zwei Jahren.

Warum gestaltet sich die Suche nach einem neuen Vorstand beim Sportverein Rangendingen so schwierig?

Sehr vielen Vereinen fällt es schwer, ihre Vorstandsposten zu besetzen. Dies hat vielfältige Gründe. Einerseits liegt es an gestiegenen beruflichen Anforderungen. Zugleich sehnt sich mancher nach mehr Freizeit und Familie – und schreckt vor zusätzlicher Verantwortung im Ehrenamt zurück. Und jeder, der bei der Amtsübernahme gleich damit rechnen muss, nie mehr einen Nachfolger zu finden, wird sich hüten, ein Amt zu übernehmen.Gibt es denn potenzielle Kandidaten für die Ämter? Der SV Rangendingen ist ein sehr erfolgreicher Verein und sowohl sportlich als auch finanziell sehr gut aufgestellt. Dies hat sich im Jubiläumsjahr 2012 deutlich gezeigt. Dennoch konnten im Vorfeld der Generalversammlung nicht für alle Posten Kandidaten gefunden werden. Trotzdem bin ich zuversichtlich, dass wir bis zum 19. April eine zukunftsfähige Lösung finden werden. Gleichzeitig appelliere ich nochmals an unsere Mitglieder, aber auch an alle Bürger, sich für Ehrenämter zur Verfügung zu stellen. Unsere Gesellschaft ist dringend darauf angewiesen. Angenommen, bis April wird kein Nachfolger gefunden. Wie geht es beim SVR dann weiter? Ich bin zuversichtlich, dass wir die erfolgreiche Arbeit im SVR fortsetzten können und danke schon jetzt allen Verantwortlichen in der Vorstandschaft, aber auch allen Übungsleitern für ihre gute Arbeit im Sportverein Rangendingen.

u  Die Fragen stellte Roland Beiter