Rangendingen Am Pfarrhaus scheiden sich die Geister
Schwarzwälder-Bote, 04.06.2012 21:59 UhrVon Roland Beiter Rangendingen-Höfendorf. Wenn in Höfendorf über das Leaderprogramms "Leben im Dorf II" gesprochen wird, kristallisieren sich drei Entwicklungsschwerpunkte heraus: der Kirchplatz mit Pfarrhaus, die Gestaltung des Brunnenplatzes und die Verkehrsberuhigung in der Hauptstraße.Kürzlich fand eine erste Arbeitssitzung im Bürgerhaus statt. Keine guten Nachrichten hatte Ortsvorsteher Bernd Binder von einer Besichtigungstour des Ortschaftsrates zusammen mit Pfarrer Norbert Dilger und Bürgermeister Johann Widmaier mitgebracht. Das ehemalige Höfendorfer Pfarrhauses in der Kesslerstraße war in Augenschein genommen worden. Die Idee war, dort ein kleines Ortszentrum mit Bistro zu schaffen. Bei der Besichtigung wurde übereinstimmend festgestellt, dass eine Renovierung des Hauses aufgrund des desolaten baulichen Zustands des Gebäudes nicht mehr möglich sei. Es müssen bereits Innenwände gestützt werden und das Gebälk ist stark wurmstichig. Das Haus müsste total entkernt werden, so die Einschätzung.
Alternativ könnte hinter dem Kindergarten ein neues, von der Kirchengemeinde und der politischen Gemeinde getragenes Gebäude als Mehrgenerationenhaus für Höfendorf entstehen. Diesem Vorschlag allerdings wurde vehement entgegnet, dass das Pfarrhaus unbedingt erhalten werden müsse. Dafür, so die Meinung, dürften keine Kosten und Mühen gescheut werden. Lieber solle man auf andere Maßnahmen verzichten, hieß es. Jetzt soll ein Baukostenvergleich von Neubau und Renovierung Klarheit über den notwendigen finanziellen Aufwand bringen.
Mit einem Rückbau der Rangendinger Straße im Einmündungsbereich zur Hauptstraße soll der Brunnenplatz seine einstige Bedeutung als Begegnungsstätte zurückerhalten. Dort könnte auch die Bushaltestelle stehen, so der Vorschlag. Gefordert wurde, die Hauptstraße als Tempo-30-Zone auszuweisen. Zusätzlich sollen an den Ortseingängen aus Richtung Hart und Wachendorf Verkehrsinseln eingerichtet werden.
Ortsvorsteher Bernd Binder und Bürgermeister Johann Widmaier erklärten übereinstimmend, dass die Gemeinde diese Maßnahmen bei Verkehrsschauen bereits mehrfach vorgeschlagen habe, diese aber jedes Mal abgewiesen worden seien. In einem weiteren Vorschlag wurde die Renaturierung des Seltenbaches angeregt.


