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Stuttgart - Eine Kindheit als schwarzer Junge in einem Kinderheim in Ostberlin, die Mutter starb, als er zwölf war, den Vater kennt er kaum - Detlef D! Soost hat in seinem Leben schon "richtig Dreck gefressen". Und das, so scheint es zumindest, ist es auch, was der "Popstars"-Juror von seinen Kandidaten erwartet: Eine Kindheit in einer zerrütteten Familie, Alkohol- oder Drogenmissbrauch, Obdachlosigkeit, Gefängnis oder der Tod eines geliebten Menschen - wer nicht zumindest einen Schicksalsschlag vorzuweisen hat, hat bei Soost offenbar schlechte Karten.
Mehr noch: Aus einem intakten Elternhaus, Klavierstunden oder einem bestandenen Abitur leitet der Choreograf offenbar mangelnde Leistungsbereitschaft ab.
In der vergangenen Folge wollte der 40-Jährige Pascaline, eine Topsängerin mit echtem Groove in der Stimme, kaum zum Recall zulassen, weil die Abiturientin den Plan hat, Medizin zu studieren. Nur die Intervention seiner Jury-Kollegen Marta Jandová und Thomas Stein konnte Soost letztlich erweichen.
Andere Kandidaten haben das besser raus: Wie aus der Pistole geschossen berichten sie von ihrem Leben auf der Straße, ihren Drogenproblemen, dem Ärger mit der Polizei. Für die Quote - und D!, dem es bei diesen Geschichten Tränen der Rührung in die Augen und Schauer des Mitgefühls durch den massigen Körper treibt.
Detlef D! Soost schließt damit von sich auf andere: Für ihn ist Leiden gleich Leistung. Wer sich nie quälen musste, kann nichts erreichen. Wenn er da nicht auf dem Holzweg ist.
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