Enzkreis - Stolz sind die Verantwortlichen in Engelsbrand und beim Enzkreis auf den Klimaschutzpreis European Energy Award (EEA), den ihnen Landesumweltminister Franz Untersteller am Dienstag in Ravensburg überreicht hat.

Für den Kreis ist es schon das zweite Mal, dass er diesen Preis feierlich entgegennehmen durfte. Eine Delegation aus dem Landratsamt hatte diese Ehre schon direkt nach Bekanntgabe der positiven Bewertung Ende vergangenen Jahres in Brüssel.

Schließlich hatte der Enzkreis im ersten Anlauf gleich die höchste Preiskategorie erreicht. Nach der Urkunde aus Brüssel gab es nun ein echtes Aushängeschild. Es war gestern bereits im Foyer des Landratsamts zu bewundern. Mit den anderen Trophäen soll es auch künftig den Besuchern präsentiert werden.

In Engelsbrand sucht Bürgermeister Bastian Rosenau noch den besten Platz für die Auszeichnung. Nach Wiernsheim ist seine Gemeinde die zweite im Kreis, die den Klimaschutzpreis erhält. Und das soll stolz gezeigt werden. Rosenau war mit Hauptamtsleiter Andreas Herb und Wolfgang Reich als Bürgervertreter des Energieteams bei der Preisverleihung. Aus Ravensburg brachten sie nach dem Austausch mit anderen Preisträgern Lust auf die nächsten Schritte in Sachen Klimaschutz mit. Die Vorgaben des EEA gäben der Gemeinde dafür bereits den roten Faden in die Hand, so Rosenau.

Durch Preis sind höhere Zuschüsse möglich

Profitieren könnten Preisträger etwa bei künftigen energetischen Sanierungen von Gebäuden – über extra Fördertöpfe und mögliche höhere Zuschüsse. Ins Auge gefasst haben die Engelsbrander zudem die Idee, einen kommunalen Energiemanager einzustellen, der Konzepte für Klimaschutz und Energie für mehrere Gemeinden entwickeln könnte. Den Neuenbürger Amtskollegen Horst Martin hat Rosenau darauf schon angesprochen, bei den Nachbarn in Unterreichenbach und Schömberg will er das noch tun.

Vorbild wollen die Preisträger für weitere Kommunen aus dem Enzkreis sein. Das hatte Landrat Karl Röckinger zuletzt bereits betont. Er war mit dem erfolgreichen Lenkungsteam des Landratsamts um die Klimaschutzbeauftragte Edith Marqués Berger und Umweltdezernent Karl-Heinz Zeller in Ravensburg.

Gemeinsam schaute sich das Team ein Vorbild an: Die Energieagentur Ravensburg. Sie hat laut Marqués Berger großen Anteil daran, dass die Region Oberschwaben in Sachen Klimaschutz und Energiewende schon einen ganzen Schritt voraus ist. Über 40 Kommunen hätten sich dort schon auf den Weg gemacht.

Der Enzkreis nimmt den Preis ebenfalls als Motivation, noch mehr zu tun. Und auch noch intensiver bei Städten und Gemeinden dafür zu werben. Zumal der EEA selbst in der nächsten Runde die Messlatte noch höher legt.