
Pforzheim. Noch knapp 50 Arbeiter sind mit den Restarbeiten am Hilda-Gymnasium beschäftigt: Lampen installieren, streichen und den Innenhof pflastern.
Im April soll der Umzug stattfinden, dann beginnt der Abriss der alten Schule. Die Sporthalle soll Anfang 2014 fertig sein.
Oben auf dem Dach der neuen Schule an der Kiehnlestraße steht seit Dezember des vergangenen Jahres eine Fotovoltaikanlage, die laut städtischem Gebäudemanagement 87 940 Kilowattstunden im Jahr produzieren wird. "Das entspricht etwa dem Strombedarf von 24 Durchschnittshaushalten", erklärt Baubürgermeister Alexander Uhlig beim Ortstermin auf dem Dach des Gebäudes.
Die Schule werde voraussichtlich noch 50 000 Kilowattstunden im Jahr dazukaufen müssen. Dadurch, dass sie aber einen Teil des erzeugten Stroms in das öffentliche Netz einspeist und das wiederum vergütet bekommt, wird sie ein Plus von etwa 5368 Euro im Jahr erzeugen.
Für die Anlage selbst, die die Firma Energo geplant hat, sind Kosten in einem Umfang von 202 600 Euro entstanden. An der Weiherbergschule sowie im Blumenhof sind kürzlich weitere Beispiele entstanden. Die Stadt hat laut Uhlig seit dem Jahr 1997 insgesamt 32 Anlagen auf öffentlichen Bauten installiert. Etwa 2,6 Megawattstunden produzieren diese Anlagen, das entspricht dem Strombedarf eines Dorfes mit 1000 Haushalten. "Diese Anlagen sparen dazu 1700 Tonnen Kohlendioxidausstoß ein", so Uhlig.
"Mit unseren vielen kleinen Anlagen haben wir die Leistung unserer großen Anlage auf dem Hohberg übertroffen", freut sich Baubürgermeister Uhlig. Es sei heute leichter, bei Sanierungen mit dieser Art der Stromgewinnung zu planen. Die Baumodule wiegen heute nur noch ein Drittel der Apparaturen früherer Anlagen.
Für das Hilda-Gymnasium, das eine kohlendioxidneutrale Schule werden soll, gilt: Sollte es die Statik der neuen Sporthalle zulassen, dass dort ebenfalls Fotovoltaikmodule Platz finden, dann geht diese Vision auch voll in Erfüllung.