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Pforzheim Rund 6000 Besucher nutzen Chance

Schwarzwälder-Bote, vom 24.01.2012 08:00 Uhr
Das CongressCentrum knackvoll: Rund 6000 Besucher, davon der größte Teil Jugendliche, kamen zur Ausbildungsmesse "Chance 2012". Auf 1300 Quadratmetern informierten und umwarben Firmen die Auszubildenden von morgen. Foto: Schwarzwälder-Bote
Das CongressCentrum knackvoll: Rund 6000 Besucher, davon der größte Teil Jugendliche, kamen zur Ausbildungsmesse "Chance 2012". Auf 1300 Quadratmetern informierten und umwarben Firmen die Auszubildenden von morgen. Foto: Schwarzwälder-Bote

Pforzheim. Die Ausstellungsfläche von rund 1300 Quadratmetern reicht kaum mehr aus. Dicht an dicht stehen die Stände im CongressCentrum Pforzheim bei der Ausbildungsmesse "Chance 2012".

Als die Messe 1994 zum ersten Mal stattfand, sah das noch anders aus. Gerade einmal 20 Stände warben damals um den Nachwuchs. Dieses Jahr verzeichnete die Agentur für Arbeit mehr als 150 Aussteller und etwa 6000 Besucher. Eröffnet wurde die Messe mit einer Begrüßung durch Werner Eitel, den Teamleiter der Berufsberatung der Arbeitsagentur Pforzheim, der auch die Bundestagsabgeordneten Erik Schweickert (FDP) und Gunter Krichbaum (CDU) sowie Sozialbürgermeisterin Monika Müller (SPD), Landtagsabgeordnete Marianne Engeser (CDU) und mehrere Stadträte beiwohnten.

Trotz der zahlreichen Besucher waren sich die meisten der Aussteller jedoch einig: Der Nachwuchsmangel mache sich deutlich bemerkbar. Grund hierfür sei jedoch nicht einzig der demografische Wandel, auch sich verändernde Berufsbilder und -bezeichnungen, anspruchsvolle Arbeitsbedingungen oder veraltete Berufsimages wurden hierfür ins Feld geführt. Josef Sauer von der Bäckerinnung sagte: "Der Beruf des Bäckers ist ein bisschen hart, das macht sich beim Nachwuchs bemerkbar. Die ersten Fragen sind meist: ,Was verdiene ich?‘ und: ,Wie lange muss ich arbeiten?‘, aber man muss den Jugendlichen die Perspektiven aufzeigen. In unserer Branche kann man sich vielseitig weiterentwickeln. Aber eben nur, wenn das Elternhaus dahinter steht und die Jugendlichen bereit sind, zu arbeiten."

Veränderungen der Berufsbilder und neue Namen für Berufe, das sei ein weiterer Grund dafür, dass sich weniger Bewerber fänden: "Unter ,Elektroniker für Geräte und Systeme‘ kann man sich wenig vorstellen. Bis 2003 hieß der Beruf noch Kommunikationselektroniker, dann wurde aus mehreren Berufen einer gemacht. Geeignete Bewerber zu finden, wurde damit nicht leichter", so ein Mitarbeiter eines Nieferner Kommunikationsgeräteherstellers.

Die Exportsachbearbeiterin Sydney Holme von der Firma Hoffmann hat von Nachwuchsmangel im vergangenen Bewerbungsverfahren nichts bemerkt: "Ich war bei der Auswahl beteiligt, und es war eine regelrechte Bewerberflut, und zwar in allen Bereichen." Auch mit dem Besucherandrang war sie bereits kurz nach Öffnung zufrieden: "Wir hoffen auf viele gute Kontakte, Gespräche und Interessenten. Aber für diese frühe Uhrzeit sind wir wirklich zufrieden."

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