
Enzkreis/Pforzheim. Die Raststätte bei der A 8-Anschlussstelle Pforzheim-Ost platzt aus allen Nähten. Die Parkplätze reichen nicht mehr. Kein Wunder: Die A 8 ist eine europäische Ost-West-Achse – an Spitzentagen passieren bis zu 100 000 Auto- und Lasterfahrer die Tank- und Rastanlage. Auf Nieferner Gemarkung gebaut, ist das Rasthaus in den vergangenen 50 Jahren immer wieder modernisiert worden. Die Möglichkeiten für weitere Stellplätze blieben begrenzt. Nun will das Regierungspräsidium (RP) deutlich mehr Parkplätze schaffen.
Viel mehr Brummis als bisher können auf der Enztal-Rastanlage parken. Die Zahl der Plätze steigt fast um das Fünffache, von 16 auf 78, so RP-Sprecher Uwe Herzel. Knapp 160 Parkplätze sind für für Autos vorgesehen, bisher sind es rund 100. "Besonders in den Abend- und Nachtstunden kam es zu Engpässen und dadurch oft auch zu verkehrsgefährdenden Situationen", sagt Regierungspräsident Rudolf Kühner.
Die künftigen Parkflächen werden in Bereiche für Laster, Busse, Autos, Autos mit Wohnwagen und Wohnmobile getrennt. "Das verbessert den Weg durch den Tank- und Rasthof, künftig gibt es nur noch Einbahnverkehr", erklärt Herzel. Die Sicherheit werde verbessert. Es gebe kurze Wege für die Fahrer.
Beim Rasthaus ändert sich nicht viel. Die Tankstellenanlage werde bei der Erweiterung neu gebaut. Zentraler Verteiler sei ein Kreisel mit 31 Metern Durchmesser zwischen der neuen Tankstelle und den Parkplätzen bei der Raststätte.
Für den Ausbau der Rastanlage braucht das Land zusätzliche Grundstücke. Die Fläche steige auf rund 7,5 Hektar, gibt das RP an. 43 000 Quadratmeter seien Verkehrsfläche, 32 000 Quadratmeter Grünfläche. Die bisherige Anlage sei 55 000 Quadratmeter groß – das entspricht rund acht Fußballplätzen.
Bürger können die Pläne zum Ausbau der Raststätte im Nieferner Rathaus und im Technischen Rathaus der Stadt Pforzheim von Montag, 23. Januar, bis 22. Februar (Aschermittwoch) unter die Lupe nehmen. "Betroffene können dann bis 7. März Anregungen oder Einwendungen vorbringen", so das RP.