Pforzheim. Gestern Slalom, heute Abfahrt – auf diesen einfachen, alpinen metaphorischen Nenner lässt sich die derzeitige Baustellensituation in der Goldstadt bringen.

Mit Ausnahme der einspurig befahrbaren Kaiser-Friedrich-Straße (KF) gibt es derzeit in der Innenstadt keine Baustelle, die den Verkehr nennenswert beeinträchtigen würde. Vor drei Wochen sah das noch anders aus – allerdings werkelten da noch Menschen und rumpelten Maschinen. Das war nicht nur auf halber KF-Linie zwischen Aral-Tankstelle und Benckiserstraße der Fall, sondern auch auf der Kreuzstraße und der bergauf führenden Seite der St.-Georgen-Steige bis zur Abbiegung Hauffstraße sowie der Östlichen Karl-Friedrich-Straße in Höhe der Einmündung Lindenstraße.

Doch die Baustellenampeln, die den einspurigen Verkehr regelten, sind abgebaut, und die Busse vom Haidach und aus Richtung Seehaus/Hochschule/Südstadt können wieder in gerader Fall-Linie in die Innenstadt fahren, ohne über die Gesellstraße ausweichen zu müssen.

Nur wer geradewegs ein Steakhaus an der Gabelsberger Straße ansteuern will, hat wegen der Enzdüker-Baustelle vor dem Brauhaus Pech gehabt und muss über die Hauffstraße ausweichen. Marginal ist auch die Baustelle bei der ehemaligen Schwarzwaldpost, die das Einfahren von der Schwarzwaldstraße auf die Hohlstraße unmöglich beziehungsweise aus Richtung Bleichstraße die Hohlstraße zu einer Sackgasse macht.

Die Ruhe vor dem Sturm herrscht vor dem Bahnhof. Hier werden im Zuge der Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes und des neuen Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) die Kreuzungen den ein- und ausfahrenden Bussen angepasst.

Noch läuft alles wie geschmiert, nur ein Linksabbiegen vom Schlossberg vis-à-vis des Gebäudes, in dem unter anderem die Stadtbau untergebracht ist, Richtung Bahnhof ist nicht möglich.

Weitaus gravierender werden die Maßnahmen von Mitte Januar an sein. Die dortigen Baumaßnahmen – wozu dann auch eine Sperrung der Schlossberg-Auffahrt gehört – werden voraussichtlich bis Juni des kommenden Jahres dauern.