
Pforzheim. Wenn die Konstrukteure bei Audi einen neuen Zylinderkopf planen, werden die erforderlichen Werkzeuge häufig in Pforzheim konzipiert. Auf derartige Entwicklungsaufträge sind die Mitarbeiter von Mapal WWS spezialisiert.
Das 1980 in Pforzheim gegründete Werkzeugbau-Unternehmen betreibt auf der Wilferdinger Höhe die weltgrößte Entwicklungs- und Produktionsstätte für Werkzeuge aus künstlich hergestellten Diamanten (PKD), die wiederum im Automobilbau, der Luft- und Raumfahrt sowie der Energietechnik zum Einsatz kommen. Die Umsätze sind in den vergangenen Jahren zweistellig gewachsen, und obwohl die Produktionsstätte nahe der Autobahnauffahrt Pforzheim-West erst vor drei Jahren erweitert wurde, platzt Mapal WWS schon wieder "aus allen Nähten", wie die Geschäftsführer Christian Molch und Alexander Raach im Gespräch mit OB Gert Hager erläuterten.
Grund des Firmenbesuchs des Pforzheimer Stadtoberhaupts war die neuerliche Expansion des Unternehmens, das seit 1994 zur Aalener Mapal-Gruppe mit weltweit 3800 Mitarbeitern gehört. Durch die geplante Erweiterung kann das Unternehmen am Standort Pforzheim, wo das PKD-Kompetenzzentrum der weltweit agierenden Mapal-Gruppe beheimatet ist, weiter wachsen. Zwischen vier und fünf Millionen Euro werden in den Neubau investiert, bezifferte die Geschäftsleitung die Baukosten samt technologischer Ausstattung. Bereits im Frühjahr 2013 will man mit dem Neubau beginnen, der zusätzlich 5000 Quadratmeter Nutzfläche schafft.