
Enzkreis. Bei schweren Unglücken ist die Feuerwehr mit aller Kraft gefordert. Bei Großbränden wie im vergangenen Jahr im Dürrner Gewerbegebiet oder auf einem Bauernhof in Illingen zum Beispiel. Oder wie nach dem Hubschrauberabsturz bei Engelsbrand.
"Da brauchen die Einsatzkräfte zusätzlich Führung", sagt Kreisbrandmeister Christian Spielvogel. Die Einsatzleiter der örtlichen Wehren erhalten Unterstützung durch Führungsgruppen, die nicht bei jeder Feuerwehr im Enzkreis existieren.
Diese Teams sollen koordinieren, Informationen für Lagekarten sammeln oder Kontakt zur Leitstelle halten. Ein neues Konzept dafür wird derzeit neu aufgestellt.
Der Kreisbrandmeister will entsprechende Pläne mit den Wehren noch abstimmen. Geplant sind fünf solcher Teams für fünf Bereiche, in die der Enzkreis dafür eingeteilt wird. Ziel ist es, dass die Führungsgruppen im Kreis nach gleichen Standards arbeiten.
Die Organisationsbereiche, die Spielvogel mit den Enzkreis-Wehren umsetzen möchte, sind der Nordschwarzwald mit den Kommunen Engelsbrand, Neuenbürg, Straubenhardt, Birkenfeld und Keltern; der "Pfinz" benannte Bereich soll die Gemeinden Remchingen, Königsbach-Stein, Kämpfelbach, Ispringen, Eisingen und Neulingen abdecken; dem Stromberg werden die Wehren aus Knittlingen, Maulbronn, Sternenfels und Illingen zugeordnet, dem Bereich "Enz" die Kommunen Mühlacker, Ölbronn-Dürrn, Ötisheim Niefern-Öschelbronn, Kieselbronn und Wiernsheim; der Bereich Heckengäu schließlich umfasst Friolzheim, Wimsheim, Heimsheim, Mönsheim und Wurmberg. zusammen mit den Biet-Gemeinden Neuhausen und Tiefenbronn.
"Entscheidend ist eine Lösung, die von allen mitgetragen und mitgelebt wird", so Kreisbrandmeister Spielvogel: "Ein bloßer Papiertiger hilft uns nicht weiter." Schließlich muss im Ernstfall ein Rädchen zuverlässig ins andere greifen. Die neue Struktur soll dabei helfen.