
Pforzheim. Sie sind sowohl Musik- als auch Musikerfreunde: Michael Eckerle (Orgel), Gwendolyn Phear (Sopran), Nigel Treherne (Oboe) sowie Danuta (Cello) und Jerzy Andrezejewski (Violine) treten am Sonntag, 29. Januar, ab 18 Uhr zusammen bei einem etwa einstündigen Konzert in der Altstadtkirche auf.
Das Ensemble spielt in dieser Besetzung zwar erstmals zusammen, den Benefizgedanken, der das Auftreten begleitet, gibt es allerdings bereits seit einem Jahr. Die Musiker erwarten kein Eintrittsgeld, sie bitten um Spenden für den Ambulanten Hospizdienst in Pforzheim.
Dieser betreute im vergangenen Jahr mit 30 ehrenamtlichen Mitarbeitern 68 Familien im Stadtgebiet. "Obwohl es uns schon seit 16 Jahren gibt, kennen uns viele gar nicht", so Koordinatorin Theresia Kraft. Oftmals würden erst Ärzte oder Nachbarn den Familien, die einen schwer kranken Angehörigen pflegen, dazu raten, den Ambulanten Hospizdienst zur psychosozialen Unterstützung anzufordern.
Auch aus Pflegeheimen kämen Anfragen. Zwischen zwei Tagen bis zu mehreren Monaten dauert die Betreuung. Laut Kraft sind es im Schnitt drei bis vier Wochen.
Diese Hilfe ist für die Betroffenen kostenlos. Doch der Verein kann sich von den Fördermitteln des Landes und der Krankenkassen nicht alleine finanzieren, er muss zwei Drittel seiner Kosten mit Spendeneinnahmen decken. Um so größer war die Freude bei Theresia Kraft und den Musikern, dass beim Benefizkonzert im vergangenen Jahr 2800 Euro zusammengekommen waren. Davon wird ganz aktuell ein Kurs finanziert, der neue Ehrenamtliche auf ihre Aufgaben beim Ambulanten Hospizdienst vorbereitet.
"So etwas ist für uns ein Segen", führt Kraft aus. Ihr gefalle die Idee, den Verein mit einem Konzert zu unterstützen vor allem deshalb, weil Musik den Menschen gut tut: "Sie bietet Nahrung für die Seele und schafft so eine Verbindung zu unserer Arbeit."
Auf dem Programm stehen am Sonntag barocke, romantische und zeitgenössische Stücke von Komponisten wie Bach und Händel bis hin zu Andreas Willscher.