
Pforzheim. Im Dezember 2011 hat die Stadt das erste Schwalbenhaus im Stadtkreis Pforzheim aufgestellt. Es handelt sich dabei um eine künstliche Kolonie. In der Regel befindet sich ein mehreckiges Dach auf einer Höhe von vier bis sechs Metern.
Laut Manfred Bauer vom städtischen Umweltamt gibt es nur vier Stück in ganz Baden-Württemberg, 300 in Mitteleuropa. Auf dem Gelände des Wertstoffhofes in Huchenfeld steht es mit 56 Nestern für Mehlschwalben bereit, die im Frühjahr aus den Winterquartieren zurückkommen. Nun gab es mit Ortsvorsteher Heinrich Bayer einen Ortstermin, der sich sehr über das Nistangebot freut. "Früher gab es viele Schwalbennester in den alten Huchenfelder Häusern", erinnert er sich. Mit der Renovierung verschwanden aber viele als dem Ortsbild.
Huchenfeld ist traditionell für Schwalben ein beliebter Ort, da es hier auch landwirtschaftliche Betriebe und Pferdepensionen gibt, bei denen die Vögel Baumaterial und Insektennahrung finden können. Mehlschwalben-Kolonien sind etwa im südlichen Huchenfeld bekannt. "Sie halten sich gerne in Gruppen beim Brüten auf", erklärt Bauer. Und helfen sich auch mal, wenn es etwa bei der Nahrungssuche klemmt. Erst seit 2001 gibt es die Möglichkeit, professionell aus Beton und Holz gefertigte Häuser aufzustellen. Bauer will das Haus regelmäßig überprüfen, glaubt aber, dass die hygienischen Bedingungen für die Vögel gut sein werden. Das wisse man von anderen Standorten. "Ein- bis zweimal brüten die Tiere pro Jahr".
Weitere Standorte
Rund 8000 Euro hat das Schwalbenhaus gekostet, finanziert über Mittel des Landes. Gerne möchte das Umweltamt weitere Häuser aufstellen. Die Standorte seien noch zu überprüfen.