Engelsbrand. Mit einem Gottesdienst in der Antoniuskirche Engelsbrand und einem Stehempfang im Gemeindehaus verabschiedete die evangelische Kirchengemeinde Pfarrer Friedemann Schwarz in den Ruhestand. Er ist nach aktuellen Planungen der letzte eigenständige Pfarrer von Engelsbrand. In Zukunft müssen sich Langenbrand und Engelsbrand einen Geistlichen teilen.

Die Entbindung von seinem Amtsversprechen nahm Dekan Joachim Botzenhardt vom Kirchenbezirk Neuenbürg vor. "Sie waren an vielen Orten, doch immer mit dem gleichen Auftrag, nämlich das Evangelium, die frohe Botschaft, auszurichten", sagte Botzenhardt. Als typisch Schwarz bezeichnete er dessen letzten Satz im Abschiedswort im Gemeindebrief: "Wir wollen die Zukunft in Gottes Hände legen und ihn bitten, dass er sein Werk hier in Engelsbrand weitergehen lässt". "Es gibt also keinen Grund Schwarz zu sehen", scherzte Botzenhardt. Er ließ kurz den Weg des Pfarrers Revue passieren, der ihn von Blau­beuren über Mochenwangen bei Ravensburg, über Spielberg-Egenhausen und über Trossingen nach Engelsbrand geführt hat, wo er die letzten acht Jahre tätig war. "Nun heißt’s Tschüß und ab nach Spielberg-Egenhausen, wo sie ins eigene Häusle einziehen", so der Dekan.

Beim Stehempfang überbrachte Bürgermeister Bastian Rosenau den Dank des Gemeinderates und der Bürger. "Sie haben sich in all den Jahren große Achtung und Wertschätzung erworben", lobte der Bürgermeister den scheidenden Pfarrer.

Für den Kirchendistrikt sprach Pfarrer Matthias Eidt. Als Geschenk überreichte er zwei Flaschen Wein des bekannten Winzers Albrecht Schwegler aus dem Remstal. "Es ist eine Flasche vom ,Dr’ Oifache‘ und eine Flasche ,Beryll‘. So haben wir Dich erlebt, als einfacher Kollege im besten Sinne, aber auch als Edelstein, indem Du uns immer wieder einfach auf das Wesentliche aufmerksam gemacht hast", sagte Eidt.

Grußworte sprachen Eva-Maria Mayer für die Grundschule, Ingrid Schulz für die katholische Gemeinde, Dorothea Pfisterer für die Kirchengemeinden Grunbach und Salmbach sowie Fritz Baumgärtner für den Kirchenchor. Den Dank des Kirchengemeinderates überbrachte der zweite Vorsitzende Heinz Diller, der durch das Programm führte. Für die musikalische Umrahmung sorgten der Kirchenchor sowie An­dreas und Elisabeth Saur mit Klavier und Querflöte. "Das war fast zu viel des Lobes", bedankte sich Friedemann Schwarz zum Abschluss.