
Pforzheim - Eine volltrunkene Autofahrerin mit einem Säugling und einem Kleinkind an Bord ist in der Nacht auf Montag kurz nach Mitternacht auf der Wilferdinger Höhe in Pforzheim von der Polizei angehalten worden.
Die Frau hatte laut Polizei nicht mitbekommen, dass ihr Baby aus dem Kindersitz gerutscht und im Fußraum des Autos gelandet war. Die 34-Jährige war den Beamten aufgefallen, weil sie mit ihrem Fiat von der Wilhelm-Becker-Straße kommend bei Rot über die Ampel gefahren und nach rechts auf die Karlsruher Straße abgebogen war. Sie hatte ihren Weg Richtung Kurze Steig fortgesetzt. Dabei sei sie, so die Polizei, fast auf die dortige Verkehrsinsel aufgefahren. Bei der anschließenden Kontrolle entdeckten die Beamten neben der 34-Jährigen auch noch ein zweijähriges Kind in einem von zwei Kindersitzen im Auto. Der zweite Sitz war leer, und, wie es im Polizeibericht wörtlich heißt, "die Beamten trauten ihren Augen nicht, als sie einen etwa zehn Monate alten Säugling im Fußraum zwischen der Rückbank und dem Fahrersitz liegen sahen."
Das Kind sei von der Fahrerin offensichtlich nicht richtig angeschnallt gewesen und offenbar, ohne dass sie es bemerkt habe, aus seinem Kindersitz gerutscht und in den Fußraum gefallen.
Da sich die Fahrerin auch noch mit verwaschener Aussprache gegenüber den Beamten artikulierte, wurde bei einem anschließend vorgenommenen Alkomat-Test ein Wert von 2,2 Promille festgestellt. Die Frau musste eine Blutprobe und ihren Führerschein abgeben. Außerdem setzen die Beamten nach einem eindringlichen Gespräch mit der 34-Jährigen das Jugendamt von diesem Vorfall in Kenntnis. Der Vater wurde informiert und holte seine Kinder bei der Polizei ab.
Ohne auf Einzelheiten des Falles einzugehen, berichtete der städtische Pressesprecher Michael Strohmayer, dass das städtische Jugendamt ein- bis zweimal jährlich mit ähnlichen Fällen konfrontiert sei. Üblicherweise würden die Kinder in Obhut genommen.