
Pfalzgrafenweiler/Waldachtal. Bei der jüngsten Versammlung des Zweckverbands Abwasserbeseitgung Oberes Waldachtal ist der langjährige Leiter der Kläranlage Vörbach, Hans Kienle, vom Verbandsvorsitzenden Dieter Bischoff verabschiedet worden.
Bischoff ging auf den Lebenslauf Kienles ein, der bereits mit 14 Jahren eine Ausbildung als Elektriker begonnen habe. Nach verschiedenen Stationen habe er am 1. Juli 1973 als Klärwärter des Zweckverbands Abwasserbeseitigung Oberes Waldachtal angefangen. Bischoff gratulierte Kienle gleich dreifach: zum kürzlich gefeierten 63. Geburtstag, zu 40 Jahren im öffentlichen Dienst und zum Eintritt in den verdienten Ruhestand.
Bischoff äußerte Verständnis für die Entscheidung Kienles, auch wenn er sie bedaure. Er solle das Leben genießen, zumal er ja wisse, was er mit seiner Zeit anfangen wolle. Er habe viele Hobbys und sei auch ehrenamtlich engagiert. So habe Kienle im Wirteteam des Schützenvereins fast einen Vollzeitjob.
Der Verbandsvorsitzende würdigte Kienle als kompetenten, zuverlässigen Mitarbeiter, der über ein enormes Fachwissen verfüge. Man habe ihm damals nicht umsonst eine solche Kläranlage anvertraut, die er zwischenzeitlich zur Vorzeigekläranlage weiterentwickelt habe. Die Anlage sei technisch und optisch in einem "1a-Zustand". Dies habe auch den Gemeinderat von Pfalzgrafenweiler bei einer Betriebsbesichtigung beeindruckt.
Bischoff ergänzte, dass Kienle bereits nach zwei Jahren Tätigkeit an der Kläranlage zum Obmann der Klärwärter im Landkreis Freudenstadt gewählt worden sei. Diese Funktion habe er 36 Jahre ausgeübt. Auch darauf könne er stolz sein. In dieser Funktion wird Kienle am kommenden Dienstag beim Klärwärtertag an der Kläranlage im Vörbach ebenfalls verabschiedet.
Er habe doch eigentlich nur seine Arbeit gemacht, entgegnete Hans Kienle in seinem Dank. Diese habe ihm immer große Freude bereitet. Die Gemeinde und später die Verbandsversammlung seien immer aufgeschlossen gewesen, so dass es möglich gewesen sei, Neuerungen einzuführen. Die Kläranlage sei technisch auf einem guten Stand. Kienle dankte auch seiner Ehefrau Helga, die damals mit ihm in den Vörbach gezogen sei. Den Mitarbeitern bot er an, ihnen auch weiterhin mit Rat und Tat zur Verfügung zu stehen.