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Pfalzgrafenweiler Von Dorfbütteln und Eselsverdruckern

Schwarzwälder-Bote, vom 08.01.2012 20:03 Uhr
Sie freuen sich über die vielen interessanten Texte für das neue Heimatbuch über die Ortsteile von Pfalzgrafenweiler: Ute Ströbele vom Kreisarchiv im Landratsamt Freudenstadt und der stellvertretende Hauptamtsleiter der Gemeindeverwaltung, Ralf Springmann. 
Foto: Sannert Foto: Schwarzwälder-Bote
Sie freuen sich über die vielen interessanten Texte für das neue Heimatbuch über die Ortsteile von Pfalzgrafenweiler: Ute Ströbele vom Kreisarchiv im Landratsamt Freudenstadt und der stellvertretende Hauptamtsleiter der Gemeindeverwaltung, Ralf Springmann. Foto: Sannert Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Doris Sannert

Pfalzgrafenweiler. Warum Neu-Nuifra auch Äschenteich heißt, weshalb die Bösinger Eselsverdrucker gerufen werden und warum in Edelweiler vorne hinten und hinten vorne ist – all das kann man demnächst im zweiten Teil des Heimatbuchs nachlesen.

Während das erste Buch die Geschichte von Pfalzgrafenweiler zum Thema hat, handelt das zweite von den Ortsteilen Bösingen, Durrweiler, Edelweiler, Herzogsweiler, Kälberbronn und Neu-Nuifra.

25 ehrenamtliche Autoren unterschiedlicher Altersgruppen haben monatelang daran gearbeitet. In Ortsarchiven und selbst im Hauptstaatsarchiv in Stuttgart haben sie recherchiert und viele interessante Geschichten über die Menschen, über die Entstehung der Ortsteile, deren Infrastruktur und den Wandel, der sich in der Landwirtschaft und dem dörflichen Leben im Laufe der Jahrhunderte vollzogen hat, herausgefunden.

Inzwischen sind alle Texte geschrieben und korrekturgelesen. Illustriert werden die Geschichten mit historischen Urkunden und Plänen, mit alten und neuen Fotos.

Ute Ströbele, die im Auftrag des Kreisarchivs im Landratsamt Freudenstadt die redaktionelle Leitung des Projekts übernommen hat, wird nun die gesammelten Werke an den Verlag zum Druck übergeben. Wenn alles nach Plan verläuft, wird der zweite Teil des Heimatbuchs rechtzeitig zu Ostern fertig sein.

436 Seiten umfasst der erste Teil, und genauso umfangreich soll auch der zweite werden. Und obwohl er von sechs Ortsteilen handelt, gibt es keine Doubletten. Denn jeder Ort hat seine eigene Geschichte und seine Besonderheiten. "Vieles ist gleich, doch manches ist anders", erklärt Ute Ströbele, die sich über die Vielfalt der Beiträge freut. Das Thema werde nicht nur wissenschaftlich aufgearbeitet, sondern gebe auch Einblick in die dörfliche Entwicklung, die sich in den vergangenen 200 Jahren gravierend verändert habe. In Bösingen, dessen Geschichte bis ins Mittelalter zurückreicht, dürfen Beiträge über die Burg Mandelberg nicht fehlen. Aber auch das Backhaus in der Ortsmitte und das Wasserhäusle boten ausreichend Stoff zum Schreiben. Schließlich existieren diese historischen Einrichtungen heute noch, auch wenn sie inzwischen einem anderen Zweck dienen als einst.

Die Geschichte von Durrweiler wird mit einem Auszug aus dem Reichenbacher Schenkungsbuch dokumentiert. Aber auch Beiträge über die älteste Einwohnerin wird es zu lesen geben.

Der Geschichte von Edelweiler kann man auch im Heimatmuseum auf den Grund gehen. Hier wie im Heimatbuch wird erklärt, weshalb es einen Holländerweg gibt und was es mit den "Hirschkappa" auf sich hat. Welche Rolle das Schreinerhandwerk in Herzogsweiler gespielt hat und dass viele Betriebe bis heute überlebt haben, wird im neuen Heimatbuch ebenfalls erklärt. Die Großen Tannen und die Waldsägemühle sind in Kälberbronn, in dem der Tourismus eine große Rolle spielt, wichtige Themen. Aber auch über das Verschwinden von Schuhmacher, Bäckerei und Dorfladen wird berichtet.

In Neu-Nuifra werden dagegen die Pottaschesieder zu neuem Leben erweckt. Zusätzlich zu all dem gibt es Schulgeschichten, Beiträge über Ehrenbürger, Originale und den Dorfbüttel, über die Gründung von Genossenschaften und über die einstigen Mühlen im Zinsbach- und im Waldachtal.

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