Pfalzgrafenweiler Täglich bis zu 300 Tonnen Torten und Kuchen

Schwarzwälder-Bote, 20.11.2012 19:04 Uhr

Pfalzgrafenweiler. Die SPD-Kreistagsfraktion besuchte die Konditorei Pfalzgraf in Pfalzgrafenweiler, um sich ein Bild über die aktuelle Situation des aufstrebenden Unternehmens zu machen. Dabei war es für die SPD-Kreisräte wichtig zu erfahren, unter welchen Be-dingungen und Voraussetzungen ein lokal verankertes Unternehmen im Landkreis Freudenstadt seine Produkte nicht nur in der Region, sondern auch weit darüber hinaus absetzen kann.

Weiter erfuhren die Kommunalpolitiker, inwieweit Kommunen und der Landkreis die im Kreis ansässigen Unternehmen unterstützen können. Die Kreisräte mit Fraktionssprecher Reiner Ullrich aus Alpirsbach sowie Erwin Reichert aus Freudenstadt, Gerhard Gaiser aus Baiersbronn und Kurt Kirschenmann aus Pfalzgrafenweiler unterhielten sich mit dem geschäftsführenden Gesellschafter der Firma Pfalzgraf, Dirk Brünz, der sein Unternehmen vorstellte.

Brünz erläuterte, dass die Pfalzgraf-Konditorei zu den bedeutendsten Unternehmen des nationalen Food-Service-Markts gehört und einen bedeutenden Marktanteil von 35 Prozent hat. Auch exportiert werden die Produkte, und zwar in 25 Länder Europas und darüber hinaus.

Vom anschließenden Betriebsrundgang waren die Teilnehmer beeindruckt. Das Unternehmen produziert mit über 250 Mitarbeitern täglich bis zu 300 Tonnen Torten und Kuchen. Dirk Brünz berichtete von einer guten Geschäftsentwicklung, aber auch von stark schwankenden Märkten auf dem Rohstoffsektor. Umweltbewusstes Handeln, ethische Grundsätze und eine gute Personalstruktur sowie die Bevorzugung regionaler Lieferanten waren einige Schlagworte in der Diskussion. Die wichtigsten Rohstoffe wie Sahne und Mehl, werden aus der Region bezogen, Äpfel kommen vom Bodensee und aus Tirol.

Als Problemfeld zeichne sich mittlerweile der Facharbeitermangel ab, berichtete der Firmenchef. Da das Unternehmen auch von seinen Arbeitnehmern abhänge, sei es von großer Bedeutung, dass auf eine ausreichende Zahl von gut ausgebildeten Arbeitskräften zurückgegriffen werden kann. Auf die Frage, in welchem Umfang eine kommunale Wirtschaftsförderung für das Unternehmen von Nutzen ist, zeigte sich Dirk Brünz von der Gemeinde, vom Landkreis und der Region gut unterstützt. Er erhofft sich jedoch seitens der Politik eine gezieltere Förderung des ländlichen Raums sowie den Erhalt und Ausbau der Infrastruktur.

 
 
Kommentare (2)
  • Kommentare anzeigen
Anzeigen
DEZ
02
Alpirsbacher, 23:07 Uhr

@Timo

Dass Sie für 6 € arbeiten müssen, ist alles Andere als schön. Doch, was hat der Bürgermeister von Alpirsbach damit zu tun? Was soll er Ihrer Meinung denn für Alpirsbach tun, was glauben Sie eigentlich, was ein Bürgermeister überhaupt tun kann, noch dazu in der finanziellen Lage von Alpirsbach? Diese wurde im Übrigen nicht von Hr. Ullrich verursacht. Er muss vielmehr die Scherben auflesen. Beim Pfalzgraf verdienen (besser: bekommen) die Leute auch nicht viel mehr. Machen Sie hierfür auch den Bürgermeister von Pfalzgrafenweiler verantwortlich?

NOV
21
Timo Schnitte, 17:27 Uhr

Facharbeiter

Ich komme aus Alpirsbach und arbeite als Bäckermeister für 6Euro/h. Ich würde mich freuen auf ein Angebot. Sparen heißt es in Alpirsbach, Bürgermeister H.Ullrich soll auch mal für 6Euro arbeiten gehen! Das ist für viele Real!!! Warum tut er nix für uns in Alpirsbach?