
Von Manfred Köncke Pfalzgrafenweiler. Beim Kindergarten-Förderverein Pfalzgrafenweiler hat es personelle Veränderungen gegeben. Aus familiären und beruflichen Gründen verzichtete Vorsitzende Dorit Dietz bei der Hauptversammlung im Gasthaus Lamm auf die Wiederwahl. Eine Nachfolgerin konnte bisher nicht gefunden werden. In die Verantwortung lässt sich die neue Stellvertreterin Anett Seid (34) nehmen. Sie war bisher Beisitzerin.
Ausgeschieden sind die bisherige zweite Vorsitzende Kathrin Mast sowie die Beisitzerinnen Maike Friedrich und Sabine Mix. Die Lücke schlossen Yvonne Seid (31), Bettina Dieterle (35), Bianca Kühnle (33), Susann Würth (27) und Sandra Stoll. Im Amt bestätigen ließen sich Schriftführerin Petra Walliser, Schatzmeisterin Katharina Biegler, die Beisitzerinnen Maria Gerter und Yvonne Paolista-Krämer sowie Revisorin Melanie Schäfer. Zur Aufbesserung der Kasse und effektiven Unterstützung der sechs Kindergärten in Pfalzgrafenweiler finden jedes Jahr zwei Basare im Schulzentrum statt – diesmal am 3. März und am 6. Oktober. Schwangere werden eine halbe Stunde vor der offiziellen Öffnung eingelassen. Angeregt und positiv aufgenommen wurde bei der Versammlung eine Kinderbetreuung durch Erzieherinnen. Ob sie die Kinder schminken, mit ihnen basteln oder anderweitig beschäftigen, soll ihnen selbst überlassen werden.
Mit den Einnahmen aus dem Frühjahr- und Herbstbasar und den Beiträgen von aktuell 74 Mitgliedern unterstützt der Förderverein die Kindergärten der Gemeinde. Neuerdings können die Einrichtungen selbst bestimmen, für welche Maxiprojekte sie das zur Verfügung gestellte Geld verwenden wollen.
Breiten Raum nahm das Thema U3-Betreuung ein. Die Gemeinde hat 14 Plätze für Zweijährige zur Verfügung gestellt. Ab August 2013 haben Eltern einen Rechtsanspruch auf die Anmeldung eines einjährigen Kindes. Die Folge ist, dass umfangreiche Baumaßnahmen – vom Waschraum bis zu Abstellmöglichkeiten für Kinderwagen und im Garten – geschaffen werden müssen. Aus räumlichen Gründen kommen dafür der Kindergarten in Durrweiler (Aufwand: 24 000 Euro) und der evangelische Kindergarten in Pfalzgrafenweiler (65 000 Euro) in Frage.
Der stellvertretende Hauptamtsleiter Ralf Kirschenmann stellte klar, dass Eltern in diesem Fall damit rechnen müssen, dass ihr Nachwuchs unter Umständen nicht im gleichen Ort betreut werden kann. "Bei der heutigen Mobilität dürfte das aber kein Problem sein", ist er überzeugt. Dass sich die Kommune die Förderung der Kinder einiges kosten lässt, machte Kirschenmann an zwei Zahlen deutlich: "Der jährliche Zuschuss beläuft sich insgesamt auf annähernd zwei Millionen Euro, umgerechnet sind das 250 Euro pro Kind und Monat."