Pfalzgrafenweiler Innovation und Tradition
Schwarzwälder-Bote, 12.07.2012 20:43 Uhr
Besuch bei der Firma Kappler (von links): Innendienst- und Vertriebsleiter Karlheinz Raisch, Betriebsleiter Peter Stocker, Reinhold Gärtner, Obermeister der Schreinerinnung Freudenstadt, Landrat Klaus Michael Rückert, Meike Kappler und Bürgermeister Dieter Bischoff Foto: LandratsamtFoto: Schwarzwälder-Bote
Pfalzgrafenweiler. Drei Firmen ganz unterschiedlicher Ausrichtung haben Landrat Klaus Michael Rückert und Bürgermeister Dieter Bischoff besucht. Begleitet wurden sie von Ira Oberweis, Wirtschaftsbeauftragte des Landkreises, Reinhold Gärtner, Obermeister der Kreishandwerkerschaft, und Jens Mohrmann, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald.
Dirk Brünz, geschäftsführender Gesellschafter, erläuterte die Firmenhistorie der Pfalzgraf Konditorei GmbH. Pfalzgraf ist mit seinen 260 Beschäftigten Marktführer in seinem Segment. Der Backwarenhersteller beliefert ausschließlich den Foodservice-Markt und vertreibt seine Produkte über den Großhandel. In den Produktionshallen werden pro Tag 30 000 Torten produziert. Umgerechnet verlässt alle vier Sekunden eine Torte das Band. Täglich werden 100 000 Eier und 20 Tonnen Äpfel verarbeitet. Die Pfalzgraf Konditorei bezieht 20 Prozent ihrer Rohstoffe direkt aus der Region. Philosophie und Produkte des familiengeführten Unternehmens stehen für Innovation und Tradition. Bis heute arbeitet Roland Brünz als geschäftsführender Gesellschafter in der Entwicklung des über 150 Artikel umfassenden Kuchen- und Tortensegments mit. Bürgermeister Dieter Bischoff ist froh, einen so innovativen und zugleich sozial eingestellten Betrieb im Ort zu haben. Landrat Rückert bestätigte, die Stärke der Wirtschaft im gesamten Kreis liege in den großen, familiengeführten Unternehmen, zu denen auch die Pfalzgraf Konditorei zähle.
Als zweite Station stand der Betrieb Seid Wasserstrahlschneiden auf dem Programm. Martin Seid führte die Besuchergruppe durch seinen kleinen, aber hoch innovativen Betrieb. Der Inhaber hatte bereits in seiner Jugend Kontakt mit der Technik des Wasserstrahlschneidens, zeigte frühzeitig Begeisterung für das Thema und machte sich 2007 selbstständig.
Landrat und Bürgermeister waren von der Technik der Maschine fasziniert, die das Wasser mit Hilfe von 4200 Bar auf bis zu vierfache Schallgeschwindigkeit beschleunigt und dadurch jedes Material mit Ausnahme von Diamanten durchschneiden kann. Seid produziert vielfältige und auch individuelle Produkte für Schreiner, Maschinenbauer, Schlosser und viele andere Einsatzgebiete.
Den Abschluss der Besichtigungstour bildete die Firma Kappler MED + ORG. Der familiengeführte Handwerksbetrieb mit 50 Mitarbeitern hat sich auf das Einrichten und Ausstatten von Arztpraxen spezialisiert. 1947 als Zwei-Mann-Betrieb gegründet, der zuerst in den Bereichen Bau- und Möbelschreinerei tätig war, entwickelte sich die Firma Kappler in den 1950er-Jahren zum Objekteinrichter. 2009 firmierte Kappler zusammen mit der Firma MED + ORG, die sich auf die Einrichtungen für die Medizinbranche spezialisiert hat, zu Kappler MED + ORG.
Karlheinz Raisch, Leiter von Innendienst und Vertrieb, erläuterte den Besuchern, dass das Unternehmen ein Komplettanbieter ist und vom Wartezimmer bis zum Sozialraum alle Möbel anbietet. So könne den Kunden ein Angebot aus einem Guss geliefert werden, von der Planung bis hin zur Montage. Wie Meike Kappler erklärte, werden alle Produkte selbst entwickelt und designt. Der Marktführer in seinem Segment in Deutschland agiert landesweit und exportiert weltweit in über 15 Länder.



