
Von Doris Sannert
Pfalzgrafenweiler. Nach dem Ausscheiden von Karl-Heinz Schönhaar hat die KOCH Pac-Systeme GmbH in Pfalzgrafenweiler mit Harald Jung und Karl Kappler zum Jahreswechsel eine Doppelspitze in der Geschäftsleitung bekommen.
Bis Ende März wird der scheidende Geschäftsführer, der aus Nagold stammt, seinen beiden Nachfolgern noch beratend zur Seite stehen. Schönhaar war 1986 in die Koch Maschinenbau GmbH eingetreten und hatte mit den Gesellschaftern gemeinsam ab 1987 als Geschäftsführer die Geschicke des Bösinger Unternehmens geleitet. Seit dem Zusammenschluss mit der Uhlmann-Gruppe im Jahr 2006 und dem Umzug der Koch Pac-Systeme GmbH ins Gewerbegebiet Schornzhardt in Pfalzgrafenweiler zwei Jahre danach fungierte Karl-Heinz Schönhaar als alleiniger Geschäftsführer des Unternehmens, das kundenspezifische Maschinen und Anlagen – von der Einzelmaschine bis hin zur kompletten Verpackungslinie – herstellt.
Karl Kappler aus Seewald-Besenfeld arbeitet seit 18 Jahren für die KOCH Pac-Systeme GmbH und gehörte bereits als Technischer Direktor zur Geschäftsleitung. Harald Jung hingegen ist ein neues Gesicht bei KOCH. Der Wahl-Württemberger, der seinen Wohnsitz bereits in die Gemeinde Pfalzgrafenweiler verlegt hat, kennt sich in der Verpackungsbranche gut aus und übernimmt die Geschäftsführung in den Bereichen Finanzen und Vertrieb.
Dass sich das Unternehmen für eine Doppelspitze entschieden hat, liegt vor allem an der Entwicklung, die die KOCH Pac-Systeme GmbH im vergangenen Jahr genommen hat. Klassische Branchen, in denen KOCH Verpackungsmaschinen herstellt, sind im Non-Food-, Medizin-, Körperpflege- und Kosmetikbereich angesiedelt. Durch die Integration in die Uhlmann-Gruppe erschließt sich auch ein Markt in der Pharma-Branche. Wachsende Aufgaben und eine stetige Expansion haben dazu geführt, dass 2011 als das Jahr mit den größten Auftragseingängen in die Firmengeschichte eingeht. Mit seinen zirka 200 Mitarbeitern ist die KOCH Pac-Systeme GmbH zudem einer der größten Arbeitgeber der Gemeinde Pfalzgrafenweiler. Die Ausbildungsquote liegt bei 15 Prozent. Damit zieht das Unternehmen seinen eigenen Nachwuchs an Fachkräften heran. Laut Aussage der Geschäftsführer werden alle, die in den kommenden Monaten ihren Abschluss machen, in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen.