
Pfalzgrafenweiler-Kälberbronn. Von dem vom Himmel fallenden Regen ließen sich die vielen Besucher nicht verdrießen, die auch dieses Jahr wieder zur Stallweihnacht ins Hotel Schwanen nach Kälberbronn strömten.
Es ist inzwischen zur Tradition geworden, dort den Nikolaus und das Christkind zu erwarten. Beide näherten sich unter leisem Glockenklingeln und den Klängen der Waldachtal-Musikanten dem Stall. Dieser war heuer zum ersten Mal als lebendige Krippe mit hölzernen Figuren sowie Schafen, Ochs und Esel gestaltet. Zwar drohte der Nikolaus mit seiner Rute in die Runde, zeigte sich aber dann doch mild gesonnen und verteilte süße Gaben an die Kleinen, die brav Gedichte und Lieder vortrugen.
Unter Leitung von Andreas Hauser sang der Regenbogenchor aus Pfalzgrafenweiler. Die Jungen und Mädchen im Alter zwischen acht und 14 Jahren begeisterten ihr Publikum: Mit klaren, schönen Stimmen interpretierten sie als Solisten, im Duo und alle gemeinsam sechs moderne Lieder zur Weihnachtsgeschichte. Deren Text las Pfarrer Jochen Wolber im Wechsel mit dem Chorgesang. Danach erzählte er eine Fabel, in der nach längerer Diskussion unter den Tieren der Esel den klügsten Gedanken hat: Nicht fressen oder saufen, wie der Ochse meint, sind das Wichtigste zum Fest, auch nicht viele Geschenke, wie sie bei vielen Menschen in den Mittelpunkt gerückt sind. Vielmehr meint das kluge Grautier, dass die Geburt des Jesuskindes im Blickpunkt stehe.
Am Ende der Feier im Stall lud Hausherr Andreas Ziefle die muntere Schar dazu ein, sich an Punsch und Glühwein, Wurst und Waffeln zu laben, während im Hintergrund die Kühe muhten.