
Von Bettina Bausch
Ostelsheim. "2011 war für Ostelsheim finanziell gesehen ein gutes Jahr", sagte Bürgermeister Jürgen Fuchs in der letzten Sitzung des Gemeinderats in diesem Jahr.
Dass es positiv weitergehen kann, bestätigten dann die Zahlen, die für den Etat 2012 beraten wurden. Das Haushaltsvolumen beträgt 5,6 Millionen Euro. Von der Gesamt- summe entfallen 4,5 Millionen Euro auf den Verwaltungshaushalt (laufende Ausgaben) und knapp 1,1 Millionen Euro auf den Vermögenshaushalt (Investitionen). In einzelnen Bereichen gibt es auch in diesem Jahr ganz unterschiedliche Kostendeckungsgrade. Während bei der Wasserversorgung und der Abwasserbeseitigung nur geringe Defizite entstehen, benötigen die Bereiche Erddeponie, Friedhof und vor allem die Kindergärten erhebliche Zuschüsse. "Für die Kleinkindbetreuung bekommen wir jetzt 135 000 Euro mehr", stellte Kämmerer Fabian Dieringer in Aussicht. Fuchs verwies darauf, dass erst die Vorschläge der Fachverbände zu den Elternbeiträgen abgewartet werden müssten, erst dann könne "neu justiert werden". Überschüsse werden aus dem Gemeindewald und der Photovoltaikanlage der Kläranlage erwartet.
Bei den Einnahmen bilden die Gemeindesteuer mit 1,8 Millionen Euro und die Zuweisungen durch das Land in Höhe von knapp 700 000 Euro die höchsten Posten. Auf der Ausgabenseite sind die zu zahlenden Umlagen in Höhe von fast 1,2 Millionen Euro ein dicker Brocken, gefolgt von den nur um wenig geringeren Personalkosten.
Beim Vermögenshaushalt sollen Grundstückserlöse 450 000 Euro einbringen. Dem stehen allerdings beabsichtigte Grundstückskäufe für 300 000 Euro gegenüber. Größere Investitionen sind auch in den Bereichen Straßenbau, bei der Abwasserbeseitigung und bei der Außenbeschattung des Rathauses vorgesehen.
Am Ende der Beratung zeigte sich, dass Fuchs nicht übertrieben hatte. "Die Zuführungsrate liegt in einem ordentlichen Bereich", kündigte er an. Erstmals seit einigen Jahren musste der allgemeinen Rücklage nichts entnommen werden, sondern sie kann 2012 um 484 000 Euro aufgestockt werden. Das finanzielle Polster der Gemeinde beträgt dann nahezu 3,2 Millionen Euro.
"Das Rechenergebnis für 2011 wird positiver ausfallen, als es in der Vorlage dargestellt wurde", kündigte der Kämmerer an. Hinzu kommt, dass die Gäugemeinde nach wie vor schuldenfrei ist. Das Gremium einigte sich einstimmig darauf, dass der Haushalt 2012 in der Januar-Sitzung endgültig verabschiedet wird.