
Von Jeannette Tröger
Ostelsheim. Mit einem Festgottesdienst wurde das Ehepaar Heike Ehmer-Stolch (41) und Jochen Stolch (40) von Dekan Erich Hartmann in ihr neues Amt als evangelische Pfarrer in Ostelsheim eingesetzt.
Nur rekordverdächtige 15 Wochen dauerte es, bis die nach dem Weggang von Pfarrer Hans Neumann vakante Pfarrstelle wieder besetzt werden konnte. "Die Kirche war letztes Mal voll, als ich hier war, sie ist dieses Mal voll und ich gehe davon aus, dass das die nächsten Jahre so bleibt", freute sich Hartmann über die vielen Ostelsheimer Christen, die bei der feierlichen Investitur dabei sein wollten.
Vom weinseligen Unterland über die Vikar-Stationen Löchgau und Bietigheim-Bissingen sowie die Pfarrstelle in Wasseralfingen habe der Weg des Ehepaares nun ins karge Gäu geführt, so Hartmann. Er hatte wohl die überaus aktive und vielfältig engagierte evangelische Kirchengemeinde Ostelsheims vor Augen, als er den beiden auch ans Herz legte, gut mit ihren Kräften zu haushalten sowie darauf aufzupassen, dass aus den zwei 50-Prozent-Stellen am Ende nicht mehr als 100 Prozent werden.
Heike Ehmer-Stolch und ihr Mann Jochen Stolch stellten sich den Gottesdienstbesuchern vor. Ein Korb voller Utensilien verdeutlichte die Hobbys, Vorlieben und Leidenschaften des Ehepaares. Nach der feierlichen Einsetzung ins Amt hielten Pfarrer und Pfarrerin ihre erste Predigt. Jochen Stolch predigte über einen Text aus dem Epheserbrief. Heike Ehmer-Stolch legte in einer Art Zwiegespräch die Gedanken und Fragen dar, die sich ein Zuhörer dazu machen könnte.
Beim Sektempfang im Gemeindehaus gab es für die Neuankömmlinge eine Kiste mit Spezialitäten sowie Lebensmitteln aus Ostelsheim und dem Gäu. Bürgermeister Jürgen Fuchs hieß das Pfarrer-Ehepaar willkommen und bot die Zusammenarbeit der kurzen Wege zwischen Pfarrhaus sowie Rathaus an.
Weitere Grußworte zeigten, wie gespannt alle auf die Neuen sind und gleichzeitig wie groß die Freude darüber ist, so schnell eine so passende sowie überaus sympathische Neubesetzung für die Pfarrstelle gefunden zu haben.
Als wesentlichen Grund für die Wahl Ostelsheims nannte Jochen Stolch auch im Namen seiner Frau die detaillierte Stellenausschreibung, die auf eine spannende, vielfältige und von vielen unterstützte Aufgabe hinwies sowie die Tatsache, dass sie beide hier als Pfarrer einer Einzelgemeinde die volle Entscheidungsfreiheit, aber auch die volle Entscheidungsverantwortung haben. Dass Neuanfang nicht ohne Abschied geht, wurde deutlich beim Lied zweier Wasseralfinger Familien, die dem Ehepaar Ehmer-Stolch und der vierjährigen Tochter Lisanne in der neuen Heimat das Beste wünschten. "Ihr bekommt zwei wirkliche Perlen", versicherten sie den Ostelsheimern.