
Ostelsheim (ina). In der jüngsten Gemeinderatssitzung in Ostelsheim stellten der neue Forstbezirksleiter Christof Grüntjens und Revierleiter Jürgen Martinek die Forstbetriebsplanung für dieses Jahr vor.
" 2011 war wirtschaftlich gesehen für ein Wald ein Superjahr", stellte Bürgermeister Jürgen Fuchs fest. Das vorläufige Betriebsergebnis schließt mit einem Gewinn von rund 33 000 Euro ab. Dieser kam durch derzeitig günstige Holzpreise und einen etwas höheren Einschlag als geplant zustande.
Für das laufende Jahr haben die Forstleute eine Holzernte von 1800 Festmetern vorgesehen und rechnen damit, dass 1600 Festmeter davon verkaufsfähig sind. Aus der Mitte des Gremiums wurde kritisch hinterfragt, warum im vergangenen Jahr ein höherer Einschlag als geplant erfolgte. "Viele Stämme waren massiv faul, da war es besser, sie zu entfernen", erläuterte Martinek. Bei der Frage von Gemeinderat Klaus Richter, ob es für 2012 bei der Einschlagmenge von 1800 geplanten Festmetern bleiben solle, plädierte Fuchs dafür und verwies auf den derzeit guten Holzpreis. Dieser Meinung schloss sich nach ausführlicher Diskussion die Mehr- heit des Gremiums an.
Bei gleichbleibenden Holzpreisen wird 2012 mit Einnahmen von rund 121 000 Euro gerechnet. Nach Abzug der Ausgaben kann auch in diesem Jahr mit einem Plus von mehr als 30 000 Euro ausgegangen werden. Der Forstbetriebsleiter riet dazu, die Waldbestände durch gute Pflege zu stabilisieren.
Dass es in den vergangenen Wochen zu wenig Niederschlag gab, macht den Forstexperten Sorgen. "Es kommt zur Vergilbung der Nadeln und Nadelverlust bei älteren Bäumen", unterstrich Grüntjens. Auch Wurzelschäden sind bei anhaltendem Niederschlagsmangel nicht ausgeschlossen.