Von Bettina Bausch

Ostelsheim. Die Freunde der selten gewordenen Stubenmusik mussten sich beim Herbstkonzert des Handharmonikaorchesters Ostelsheim (HOO) zunächst etwas gedulden. Die erste Hälfte des stimmungsvollen Programms in der von Gretel Sixt geschmackvoll herbstlich geschmückten Halle wurde vom Jugendensemble und dem Handharmonika-Orchester gestaltet.

Zum Auftakt spielte der Nachwuchs unter der Leitung von Petra Brehm mit dem Titel "Chihuahua Cha-Cha", ein Stück, dass ihm bereits sehr gut gelang und ihm viel Beifall einbrachte. "Die Kinder bekommen alle Einzelunterricht und hatten heute Gelegenheit zu einem gemeinsamen Auftritt", berichtete Vereinsmitglied Sandra Sivas.

Das Handharmonikaorchester spielte danach frische, schwungvolle Stimmungsmusik, die so manches Bein den Takt mitschlagen ließ. Bei der Komposition "Tanz der Vampire" von J. Steinmann zeigte die Gruppe um Dirigent Rainer Sixt, was sie musikalisch drauf hat. In fünf Sätzen wurde die anspruchsvolle Musik sehr abwechslungsreich in verschiedenen Tempi gespielt und mit dem Schlusssatz "Tanz der Vampire" ein groß- artiger Endpunkt gesetzt.

Die zweite Hälfte des Abends gehörte der Ostelsheimer Stubenmusik unter der Leitung von Christine Huss und der Schömberger Stubenmusik unter der Leitung von Stefan Wöhr. In nostalgische Trachten gekleidet zeigten die talentierten Musikanten eine große Vielfalt ihres Könnens.

Mal wurde zarte Saitenmusik mit Hackbrett, Zither und Gitarre gespielt, dann wieder griffen die Akteure zu anderen Instrumenten wie Klarinette, Flöte und Kontrabass und bereicherten so die Vielfalt der musikalischen Darbietungen.

Die Musik zeigte, je länger desto mehr Wirkung bei den Besuchern des Abends. Fröhliche Stimmung kam auf und schließlich auch Begeisterung, die sich immer wieder in Bravo-Rufen Luft machte.

Neben Walzern gefielen besonders die sehr melodischen Ländler und Volksweisen. Begeistert gefeiert wurde die Ostelsheimerin Teresa Both, die ein sehr ansprechendes Stück mit dem Titel "Lass uns träumen" komponiert hatte, das erstmals in der Öffentlichkeit gespielt wurde. Mehrere makellos gespielte Alphornstücke rundeten die vielfältigen Darbietungen der sehr gelungenen musikalischen Ver­anstaltung ab.

Für viel Heiterkeit sorgten die humorvollen Moderationen, die Anja Deyle und Stefan Wöhr abwechselnd vornahmen. Die schon lange bestehende Freundschaft zwischen den einzigartigen Stubenmusiken Ostelsheim und Schömberg wurde durch das gemeinsame Konzert weiter gefestigt.

Am 1. Dezember wird die Ostelsheimer Stubenmusik bei einem weiteren Konzert zusammen mit den Schömberger Musikern im dortigen Kurhaus auftreten.