Von Annette Selter-Gehring

Ostelsheim. Ins Jugendhaus in der Calwer Straße hatte Sozialarbeiter Christoph Schneider unter dem Motto "Gemeinsam für die Jugendlichen in Ostelsheim" all jene eingeladen, die in der Gäugemeinde Angebote für diese Altersgruppe machen.

Gekommen waren Vertreter der Vereine, der Jugendfeuerwehr, Gemeinderäte, Eltern und Bürgermeister Jürgen Fuchs. Ziel war es, sich kennen zu lernen, Kontakte zu Knüpfen und erste konkrete Ideen zu sammeln.

"Wir wollen mit allen in der Jugendarbeit Aktiven ein Netzwerk schaffen", sagte Bürgermeister Fuchs, der am Ende des Abends gemeinsam mit Schneider eine gute Resonanz auf den Abend sowie intensive und konstruktive Gespräche verzeichnen konnte. Schneider stellte den Teilnehmern der Runde die bestehenden Angebote des offenen Jugendtreffs vor, den er seit Mai 2011 leitet und gestaltet. Neben den regelmäßigen Öffnungszeiten am Freitagabend organisierte er mit den Jugendlichen im zurückliegenden Jahr Ausflüge, ein Konzert mit lokalen Bands, Filmabende und bot ein Bewerbertraining an. Eine Weihnachtsdisko ist in Planung. "Die aktuelle Herausforderung ist, ein Team aufzubauen und Kontinuität zu schaffen", so Schneider. Darüber hinaus soll versucht werden, mehr Mädchen für die offenen Angebote zu interessieren. Ab März wird das Jugendhaus zusätzlich an Montagabenden für Jugendliche der 4. und 5. Klassen geöffnet sein.

Neben den offenen Angeboten im Jugendhaus, gibt es in der Gäukommune für Jugendliche in den Vereinen ein breites Spektrum an Möglichkeiten, das von der Jugendfeuerwehr über sportliche Angebote des VfL wie Tennis, Leichtathletik und Fußball bis hin zu musikalischen Gruppen reicht. Die Teilnehmer gingen der Frage nach, wo und wie Vereine, Gruppen und das Jugendhaus kooperieren könnten. "Es sollten inhaltlich sinnvolle Angebot mit einem praktischen Nutzen sein", betonte Claus Schoeck, Abteilungsleiter Tennis beim VfL.

Jeder der rund 20 Teilnehmer des Abends brachte sich mit Ideen ein, um die Kooperation mit Leben zu füllen. Die Vorschläge reichten von Kochkursen über Erste-Hilfe- und eine Streitschlichterausbildung bis hin zu Angeboten in Fragen moderner Kommunikations- oder Präsentationstechnik. Neben diesen punktuellen Aktionen wurde angeregt, Begegnungsplattformen für die Jugendlichen zu schaffen. Gemeinsame Ausflüge wurden hier als Möglichkeit gesehen.

Ein erstes gemeinsames Projekt soll ein Übungsabend mit der Jugendfeuerwehr sein, bei der das Jugendhaus als potenzielles Brandobjekt und dessen Besucher als Opfer angenommen sowie von der Jugendwehr gerettet werden. Darüber hinaus gibt es Überlegungen für ein "Mädels-Café" im Jugendhaus, um mehr weibliche Jugendliche anzusprechen. Darüber hinaus waren sich die Gesprächsteilnehmer einig, dass generell mehr Werbung für die offenen Jugendangebote gemacht werden sollte.