Von Bettina Bausch

Ostelsheim. Der Ostelsheimer Gemeinderat überprüfte in seiner jüngsten Sitzung den Kostendeckungsgrad durch die aktuellen Gebühren in verschiedenen Bereichen. Dabei sah er sich gezwungen, ab 1. Januar 2013 in gleich mehreren Bereichen Gebührenanpassungen vorzunehmen.

"In manchen Bereichen muss eben kostendeckend kalkuliert werden", stellte Bürgermeister Jürgen Fuchs klar. Lediglich beim Wasserzins sieht es erfreulich aus. Er bleibt mit 2,35 Euro netto pro Kubikmeter auf bisherigem Stand. Damit wird hier ein Kostendeckungsgrad von 99,24 Prozent erreicht.

Dagegen muss der Preis beim Schmutzwasser und bei der Niederschlagswassergebühr auf 0,54 Euro pro versiegeltem Quadratmeter angehoben werden. "Dies ist eine Erhöhung um rund zehn Prozent, das sind natürlich heftige Zahlen", sagte Kämmerer Fabian Dieringer. Als Grund für die starken Erhöhungen nannte er den Anstieg der Personal- und Sachkosten, Verluste aus dem Jahr 2011 und geringere Einnahmen durch die Einführung der gesplitteten Abwassergebühr.

Kräftige Erhöhungen gab es auch im Bereich Friedhofsgebühren, die zuletzt im Jahr 2005 festgesetzt worden waren. Hier wurde im Jahr 2012 bisher lediglich ein Kostendeckungsgrad von 36,6 Prozent erreicht. Dies bedeutet einen Zuschussbedarf von rund 41 000 Euro. Die von der Ver- waltung vorgelegten Vorschläge zur Anpassung für die verschiedenen Gräberarten sehen eine Erhöhung von durchschnittlich 12,34 Prozent vor. Hinzu kommen Anpassungen bei den Benutzungsgebühren für die Aussegnungshalle, die Leichenhalle und die Grabstätten.

Nach Darstellung der Verwaltung erreicht der Kostendeckungsgrad bei den derzeitigen Erddeponiegebühren 59 Prozent.

Für eine Kostendeckung müssten 17,80 Euro pro Kubikmeter in Rechnung gestellt werden. Der Gemeinderat schloss sich dem Vorschlag der Verwaltung an und erhöhte den Kubikmeterpreis auf lediglich 9,15 Euro.