
Ostelsheim. Einen spannenden Vortrag zum Thema "Olga Nikolajewna Romanowa – Königin an der Seite Karls von Württemberg" bietet die Volkshochschule am Dienstag, 10. Januar, ab 19.30 Uhr im Ostelsheimer Bürgersaal in der Calwer Straße 7 an. Als Referentin ist die Schriftstellerin Jutta Rebmann aus Böblingen zu Gast.
Württembergs Königin Olga wurde 1822 als drittes Kind des russischen Zaren Nikolaus I. und seiner Frau Charlotte von Preußen in St. Petersburg geboren. Schön, sprachbegabt und vielfach interessiert heiratete sie 1846 den württembergischen Thronfolger Karl. Hatte sich Olgas Schwiegervater Wilhelm I. von der Ehe eine Wiederbelebung der dynastischen und politischen Verbindungen mit Russland erhofft, so blieb die Heirat ohne Einfluss auf die europäische Entwicklung in den folgenden Jahrzehnten. Als aus ihrer Ehe keine Kinder hervorgingen, adoptierte das Königspaar Großfürstin Wera, die Tochter von Olgas Bruder Konstantin.
Wie ihre Vorgängerin Katharina nahm Olga viele soziale Aufgaben wahr. Sie kümmerte sich um sozial schwache und Behinderte und Kriegsverwundete. Ihr soziales Engagement machte sie in der Bevölkerung sehr beliebt, viele der von ihr geförderten Einrichtungen wurden nach ihr benannt: Olgahospital (Olgäle), Gymnasium KöniginOlga-Stift oder Karl-Olga-Krankenhaus. Olga starb am 1892 in Friedrichshafen.