Von Bettina Bausch

Ostelsheim. Die Gemeinde Ostelsheim öffnet sich bei der Vergabe von gemeindeeigenen Bauplätzen jetzt auch für auswärtige Interessenten. Dies beschloss der Gemeinderat in seiner Sitzung am Freitagabend.

Bisher verkaufte die Kommune gemäß eines früheren Beschlusses Wohnbauplätze nur an Einheimische zu vergünstigten Preisen. Als Einheimische gelten Personen, die in Ostelsheim mindestens fünf Jahre ihren Hauptwohnsitz haben oder in der Vergangenheit mindestens zehn Jahre mit Hauptwohnsitz in der Gemeinde gewohnt haben. Dazu zählten außerdem Bürger, die langfristig ihren Arbeitsplatz im Ort haben, solche, die eine Firma betreiben oder deren Wohnen in Ostelsheim im öffentlichen Interesse liegt.

Dies wird sich jetzt ändern. "Wir wollen uns öffnen für Bauwillige von außerhalb. Auch Externe können künftig zu aktuellen Marktpreisen Grundstücke bei uns erwerben", unterstrich Bürgermeister Jürgen Fuchs. Bisher konnten die gemeindeeigenen Grundstücke nicht so zügig verkauft werden, wie ursprünglich erwartet worden war. Einige Räte interessierte die Frage, ob eine Familie beziehungsweise ein Ehepaar nur jeweils einen Bauplatz kaufen könne. Dies wurde vom Schultes verneint. Der Quadratmeterpreis werde von der Verwaltung anhand der von den letzten privaten Verkäufen von Bauplätzen erzielten Summen ermittelt und regelmäßig fortgeschrieben.

Der Gemeinderat beschloss diese neuen Vergaberichtlinien jedoch nur für die wenigen Plätze, die im Baugebiet Vögelesäcker noch zur Verfügung stehen und der Kommune gehören. Bei Grundstücken, die in Zukunft neu erschlossen werden, wird das Gremium diese Regelung dann neu überdenken und eine entsprechende beschließen. Dabei sollen dann neue Kriterien, wie zum Beispiel die Anzahl der Kinder in der Familie, berücksichtigt werden.