Von Erika Gaiser

SG Schenkenzell/Schiltach – WSG Ehingen-Pfullingen 31:30 (14:10). Kein Spiel für schwache Nerven- "aber nach 40 Minuten richtig gutem Handball, kämpfte die zum Schluss stark dezimierte SG den Sieg doch noch nach Hause", freute sich ein stimmlich angeschlagener Daniel Möslang.

Die Heimstärke der Schwarzwälderinnen hat sich damit wieder bewahrheitet – diesmal gegen die Tabellenfünften der Oberliga, der fest mit einem Sieg gerechnet hatten. Nur einmal geriet die SG durch einen Siebenmeter zum 2:3 (5.) in Rückstand, was postwendend ebenso durch einen Strafwurf von Denise Vollmer ausgeglichen wurde. Für diese ersten sechs Spieltore waren nur zwei Spielerinnen verantwortlich: auf Seiten der Gäste war dies die auffälligste Spielerin Sarah Neubrander, der Neuzugang vom letztjährigen Absteiger Oberhausen-Unterhausen, bei den Gastgebern natürlich Denise Vollmer, die derzeit in bestechender Form spielt. Vollmer war 18 mal erfolgreich, davon neunmal vom Siebenmeterstrich. Obwohl gleich 6 Minuten in Unterzahl gelang den SG-Damen bis zur 18. Minute eine 10:7-Führung, die zur Pause auf 14:10 ausgebaut wurde. Die Rückkehr von Caroline Gaiser ins Team, die eine 9-wöchige Verletzungspause hinter sich hatte, brachte vom Rückraum her mehr Druck und natürlich auch Tore von Halblinks, während Vera Trayer auf Halbrechts für Wirbel und viele Siebenmeterentscheidungen zugunsten der SG sorgte. Nicht zu vergessen natürlich auch Vera Fehrenbacher im Tor, die in der Schlussphase der ersten Hälfte grandios parierte.

Gäste gehen in zweifache Manndeckung

Die zweite Hälfte sah ein selbstbewusstes Schwarzwälder Team, das bis zur 38. Minute die Führung auf 19:13 ausbaute – es schien eine klare Sache zu werden, denn diese hatte sogar Bestand bis zur 45. Minute und einem 24:18, wobei in dieser Phase sehr viele Siebenmeterwürfe das Ergebnis beiderseits erhöhten. In der Schlussphase gingen die Gäste, die auf 27:24 herankamen, in eine zweifache Manndeckung bei Denise Vollmer und Vera Trayer über, was das Angriffsspiel der Heimmannschaft natürlich etwas blockierte und auch bei Vera Trayer zu einer Verletzung führte. So kam es auch wieder zu den gefürchteten technischen Fehlern, die dem Gegner einfache Tore bescherten. Nicole Breithaupt erlöste das Team mit zwei Treffern in Unterzahl zum 30:27 (57.) und Denise Vollmer traf eine Minute später trotz starker Bedrängnis zum 31:27. Die verbliebene Zeit reichte den unermüdlich kämpfenden Gästen nicht mehr, für einen Punktgewinn.

SG Schenkenzell/Schiltach: Vera Fehrenbacher, Aline Schneider, Margit Fritz – Lisa Fehrenbacher, Simone Seiler, Lena Schmider, Caroline Gaiser (5), Denise Hoffmann, Nicole Breithaupt (2), Carina Schmid (1), Denise Vollmer (18/9), Nicole Hoffmann (1), Diana Scharnefski, Vera Trayer (4).