(lh). Das Zittern und Bangen hat endlich ein Ende. Mit einem hart umkämpften 20:17-Sieg beim ebenfalls abstiegsgefährdeten SV Eschbach 1967 hat sich der VfK Mühlenbach endgültig den Klassenerhalt in der Oberliga Südbaden gesichert.

Außerdem kletterten die Mühlenbacher auf Rang sechs hoch, die bislang beste Platzierung während der gesamten Saison. Bei dem wichtigen Sieg im Dreisamtal musste (konnte) Ringertrainer Patrick Schwendemann wieder einmal auf die bewährten Routiniers wie Istvan Szurovszki, Franz und Paul Vollmer zurückgreifen. Das Trio holte allein elf der 20 Mannschaftspunkte, das war die halbe Miete.

Es zeigt aber auch, dass der VfK ohne seine Oldies wohl ein zweites Mal in Folge abgestiegen wäre, da der Nachwuchs eben noch nicht das Niveau hat, um in der Oberliga bestehen zu können. Sieben Kämpfe lang stand die überaus spannende Begegnung auf des Messers Schneide, ehe Andreas Ketterer und Paul Vollmer den Sack zumachten. Die abschließende Schulterniederlage von Bernd Burger gegen Philipp Müller fiel zum Glück nicht mehr ins Gewicht und brachte für die enttäuschten Gastgeber nur noch Ergebniskosmetik.

"Fliege" Istvan Szurovszki hatte die Kinzigtal-Ringer mit seinem ungefährdeten Punktsieg gegen den jungen Tim Scherer mit 3:0 in Führung gebracht, die der Eschbacher Alexandr Romanov gegen VfK-Coach Schwendemann postwendend egalisierte. Bis 60 kg war der Mühlenbacher Christoph Walter zweimal nah an einem Punktgewinn dran, ging letztlich aber beim 0:3 gegen Matthias Liebherr leer aus. Alexander Müller fand gegen den SV-Ringer Eduard Frick zunächst nicht seinen Rhythmus und verlor Runde eins glatt mit 0:6. Umso erstaunlicher, wie er danach das Kampfgeschehen diktierte und Frick nicht mehr zur Entfaltung kommen ließ. Der verdiente Lohn war ein 3:1-Sieg. Auch Michael Wettlin musste gegen Eric Utz die erste Runde abgeben, steigerte sich dann immer mehr und kam noch zu einem souveränen 3:1-Erfolg. Erneut gerieten die Gäste in Rückstand, als Mario Eble gegen Manuel Läufer klar den Kürzeren zog und einen "Vierer" abgeben musste. Von Beginn an zeigte Franz Vollmer, wer Herr auf der Matte ist. Er punktete Leo Fink ein ums andere Male aus und brachte sein Team wieder in Front.

Die Entscheidung zugunsten der Schwendemann-Zehn fiel im Duell zwischen Daniel Birkenmeier (Eschbach) und Andreas Ketterer. Wie ebenbürtig sich die beiden Athleten waren und wie stark die Taktik im Vordergrund stand, zeigt, dass drei der vier Kampfrunden durch nichttechnische Wertungen entschieden wurden. Das bessere Ende hatte der Mühlenbacher, der 3:1 gewann. Danach folgte der Überlegenheitssieg von Paul Vollmer gegen Felix Faller, womit der Gesamtsieg vor dem Schlussduell perfekt war. Die Kämpfe im Einzelnen, Eschbach zuerst genannt: 55 kg G: Tim Scherer – Istvan Szurovszki 0:3 PN (0:1/0:2/0:2); 120 kg F: Alexander Romanov – Patrick Schwendemann 3:0 PS (3:0/3:0/1:0); 60 kg F: Matthias Liebherr – Christoph Walter 3:0 PS (3:0/2:1/3:2); 96 kg G: Eduard Frick – Alexander Müller 1:3 PN (6:0/0:3/0:3/0:1); 66 kg G: Eric Utz – Michael Wettlin 1:3 PN (2:0/0:1/0:4/1:5); 84 kg F: Manuel Läufer – Mario Eble 4:0 TÜS (2:0/5:0/4:0); 66 kg F: Leo Fink – Franz Vollmer 0:4 SN (0:6/0:4/0:3); 84 kg G: Daniel Birkenmeier – Andreas Ketterer 1:3 PN (0:1/0:1/1:0/0:1); 74 kg G: Felix Faller – Paul Vollmer 0:4 TÜN (0:1/0:5/0:6); 74 kg F: Philipp Müller – Bernd Burger 4:0 SS (1:2/6:0).