Ortenau Hornberg-Lauterbach spielt Top-Rückrunde

Schwarzwälder-Bote, 20.05.2012 19:04 Uhr

Nachdem zum Ende der Saison 2010/2011 der langerhoffte Aufstieg in die Südbadenliga über zwei Relegationsspiele geschafft war, ging es ab Juli 2011 unter nicht ganz einfachen Voraussetzungen in die Vorbereitung.

Den langjährigen Trainer der Damen I, Daniel Hasemann, zog es aus privaten Gründen wieder zurück in seine Heimat nach Ottenheim, und so musste sich die SG auf die Suche nach einem neuen Trainer machen. Mit Jürgen Steininger und Manfred Bösinger konnten zwei Trainer gefunden werden, die zwar selbst sehr lange aktiv Handball gespielt haben, die aber relativ wenig Erfahrung als Trainer mitbrachten.

Beide waren sich darin einig, dass ein großes Augenmerk auf die Abwehr – und hier auf ein offensiv, aggressives 3-2-1-System gelegt werden soll, und des Weiteren sollte eine physische Überlegenheit als Grundlage zu einem erfolgreichen Handball dienen.

Mit Silke Harder und Isabel Barquero konnte der bestehende Kader durch zwei junge, talentierte Spielerinnen ergänzt werden, sodass alle Spielpositionen doppelt besetzt werden konnten. Nach einer sehr ordentlichen Vorbereitung mit entsprechend, positiv verlaufenden Vorbereitungsspielen fieberten sowohl die Spielerinnen wie auch die beiden Trainer dem Saisonbeginn entgegen.

Doch noch bevor die Runde begann, kamen auch schon die ersten Rückschläge. Verletzungsbedingt fielen noch vor dem ersten Spiel zwei Spielerinnen mit Bänderrissen aus, und im zweiten Spiel erwischte es nach einer überharten Aktion des Gegners Christine Öser. Kleinere Blessuren kamen hinzu, sodass die Vorrunde ein Spiegelbild dieser Situation war. Die Heimspiele der Vorrunde wurden bis auf das Spiel gegen den Klassenprimus aus Brombach gewonnen – aber auswärts war die SG einfach nicht stabil genug, und im Angriff schlichen sich zu oft technische Fehler in das Spiel ein.

Auch musste sich die Mannschaft erst einmal an das Niveau der Südbadenliga gewöhnen und den Rhythmus entsprechend finden. Unter diesen Umständen musste sich die SG nach der Vorrunde mit einem vorläufigen neunten Tabellenplatz und 10:12 Punkten zufriedengeben, wenn dies auch nicht dem eigenen Anspruch entsprach.

Nach der Vorrunde benötigte die Mannschaft noch weitere vier Spiele, in denen nur zwei von acht Punkten erspielt wurden, um den schon angesprochenen Rhythmus zu finden. Aber gerade im Spiel in Brombach zeigte die nun wieder komplette Mannschaft, welches Potenzial in ihr steckte. Hier hatte die SG die Möglichkeit, dem bis zum Schluss ungeschlagenen Tabellenführer eine Niederlage beizubringen. Doch wurden in den entscheidenden Phasen, wie in einigen Spielen zuvor, die vorhandenen Chancen nicht konsequent genutzt, sodass dieses Spiel knapp verlorging.

Die Leistungssteigerung in diesem Spiel war jedoch ausschlaggebend für ein danach vorhandenes Selbstvertrauen in die eigene Leistung, das – verbunden mit zusätzlicher Motivation – dann dazu führte, dass die folgenden sieben Spiele allesamt gewonnen werden konnten – wenige glücklich wie in Ottenheim, die meisten mit überzeugender Leistung. Hier zeigte sich auch, dass in diesen Spielen die beiden vorgenannten Trainingsschwerpunkte vom Team konsequent umgesetzt werden konnten – vor allem die Abwehr stand felsenfest.

Die SG Hornberg/Lauterbach war nun in der Südbadenliga richtig angekommen. Aufgrund der Serie mit 14:0 Punkten konnte in der Abschlusstabelle noch Platz fünf erreicht werden. Betrachtet man einmal ausschließlich die Rückrunde, dann konnte diese mit 16:6 Punkte als Zweiter abgeschlossen werden.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnten die Damen in der Südbadenliga überzeugen das gesteckte Ziel (Tabellenplatz 5 – 7) erreichen.

 
 
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