Ortenau Hofstetten hat Grund zum Jubel
Schwarzwälder-Bote, 01.04.2012 23:00 Uhr
Der KSV Hofstetten feierte die Erfolge mit seinen vier DM-Teilnehmern und sorgte am Sonntagabend für einen gebührenden Empfang (hintere Reihe von links:) Vorstand Mathias Klausmann, Florian Wölfle, Fabian Hofer und Vorstand Thomas Krämer, vorne: Luca Megerle, Luca Lauble, Dominik Wölfle, Jan Allgaier, Marius Allgaier und Vorstand Stefan Schwendemann. Foto: BauerFoto: Schwarzwälder-Bote
Von Werner Bauer Der KSV Hofstetten durfte sich am Wochenende über zwei Medaillen bei den Deutschen Meisterschaften freuen. Luca Megerle holte DM-Silber und Luca Lauble, wie schon im Vorjahr, DM-Bronze. Beide KSV-Talente starteten in der Gewichtsklasse bis 38 kg Freistil. Doch der KSV Hofstetten imponierte bei diesen Deutschen Ringermeisterschaften der B-Junioren nicht nur in dieser sehr stark besetzten Gewichtsklasse, sondern auch im Limit bis 42 kg Freistil, wo Dominik Wölfle sensationell Vierter wurde.
Wölfle hatte die mit Abstand schwerste Gewichtsklasse, denn immerhin kämpften hier 23 Athleten um den Titel, wobei Wölfle siebenmal auf die Matte musste und nur hauchdünn am späteren Deutschen Meister Jörn Schubert (TuS Adelhausen) scheiterte. DM-Neuling Jan Allgaier überraschte die Griechisch-Konkurrenz im Limit bis 50 kg und belegte bei seinen ersten nationalen Titelkämpfen einen hervorragenden sechsten Platz.
Allgaier startete zunächst mit Siegen gegen Tom Ketterer (SV Eschbach - 4:2, 4:1) und Benjamin in der Beek vom SV Germania Krefeld, den er überhöht (6:0, 6:0) von der Matte fegte. Gegen Daniel Betz (RV Rümmingen), der später Deutscher Vizemeister wurde, lag Allgaier nach der ersten Runde mit 2:0 in Führung. Runde zwei ging dann an Betz, der sich anschließend auch im Ti-Break behaupten konnte. Allgaier hatte dann anschließend auf dem Weg zu DM-Bronze Pech, als er gegen Artur Schmidt (Greifswälder RV) die erste Runde gewann und in Runde zwei bei eigener Führung geschultert wurde. Enttäuscht über das verlorene Edelmetall unterlag Allgaier auch den Platzierungsfight um fünf oder sechs gegen den Bayern Anthony Sanders mit 1:2 und 1:3.
Dominik Wölfle erlebte bei dieser DM ein Wechselbad der Gefühle. Gleich im ersten Duell schaffte er gegen den späteren deutschen Meister und haushohen Favoriten Jörn Schubert zwar den unerwarteten Rundenausgleich durch ein 0:2 und 1:1, doch Runde drei ging dann auch an Schubert, der alle seine Duelle entweder auf Schulter oder technisch überhöht gewann. Das Los war für Wölfle eigentlich der Alptraum schlechthin. Aber der Hofstetter zeigte Nehmerqualitäten, kämpfte und meldete sich nach fünf Siegen in Folge für die Medaillenränge zurück. Aron Köhler aus Schifferstadt, Dominik Reichle vom ASV Nendingen, Jan Schmeer (KSV Köllerbach), Leon Gerstenberger (AB Wurmlingen) und Nico Sausentaler von der TSG Augsburg wurden vom Hofstetter förmlich deklassiert und die letzten drei sogar geschultert. Im kleinen Finale um Bronze zeichnete sich der Kräfteverschleiß von Wölfe ab, der mit 0:2 und 0:3 gegen Alp Güner (KSV Hesbach) verlor. Hätte Wölfle im anderen Pool ringen dürfen, wäre ihm eine Medaille sicher gewesen. Im Limit bis 38 kg hatte KSV-Trainer Hansi Megerle vor der Auslosung nur einen Wunsch, dass nicht die beiden Hofstetter Luca Megerle und Luca Laube im selbem Pool ringen müssen. Der Wunsch blieb unerhört, und wie im letzten Jahr mussten auch dieses Mal wieder beide gegeneinander antreten. Doch zunächst lagen beide nach jeweils zwei Siegen klar auf Medaillenkurs. Im dritten Duell kam es dann zum direkten Vergleich, den Megerle mit 1:0 und 2:0 gewann. Nach einem weiteren Sieg über den Kirrlacher Dustin Öchsler stand Luca Megerle wie erwartet im Finale. Hier erwies sich aber Adrian Wolny als unüberwindbar, der sicher mit 3:1 und 4:0 siegreich blieb.
Luca Lauble nutzte die Chance der "Endkampfregelung", die besagt, dass der Verlierer im Rennen bleibt, wenn der Gewinner das Finale erreicht. Laube besiegte anschließend Dustin Öchsler (4:1, 4:1) vom KSV Kirrlach und gewann den Kampf um DM-Bronze gegen Sebastian Schmidt vom KSV Schriesheim mit 3:0, 2:3 und 6:0.



